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Da die Stadt Gra'tz ein sehr weitläufiges und unebenes
Terrain einnimmt, kann es nicht befremden, daß sich das
Trinkwasser nicht in allen Theilcn der Sladt durch gleiche
Güte auszeichne. Im Allgemeinen sind alle Vorzüge eines gu-
ten Trinkwassers an ilnn ;u rühmen: es ist klar und hell,
färb-, geruch- und geschmacklos, bat nur eine mittlere Tem-
peratur von -^ 7,5' N,, loscht den Durst und erfrischt durch
einen hinreichenden Gehalt uon Kohlensaure.
Nach einer chemischen Analyse, die Herr Pref. Schrötter
mit den Trinkwässern aus vier öffentlichen Brunnen '.'ornaym,
fanden sich in ! 0,000 Gewichtsll'cilen derselben als Haupl-
bestandlheilc cnthaltcil und in wasserfreiem Zustande angegeben:
im Trinkwasser aus dem Brunnen
Kieselerde
Lhlormag-
ncsium
Schwcfcls.
Kalkcrde
Kalkerde a,!sc Nr, «o
r Z,Ni>n-
0,050
0,976
0,399
2,333 I) vom Womschc»
Hausc >» d.r
Sladt
0,003
0,023
0,296
1,0!5 ?> auf ?>',» «
itar»!>>!tcr-
0,ll4
0,885
0,553
2,535 Klostcri m dcr
HNurvorstaüt
0,0 l 7
0,l9l
0,296
,,9,6
Summe 3,75« l,337 4,U«7 2,420
Ncbstdem sind in diesen Wässern noch Spuren von an-
dern Substanzen enldaltcn, auf welche jedoch bei dieser Un-
tersuchung keine Rücksicht genommen wurde.
Offenbar liefer» die unter l, ,! und -4 genannten Vrun-
»en, besonders jene vom Äarmeliterplatze und der Ziincndorf-
gasse, die sich in den höycr gelegenen Stadttl'eilen befinden,
ein hartes Trinkwasser, wenn man nach der gewöhnlichen An-
nahme ') jene Trinkwässer, die in einem Pfunde Civilgewicht
mehr als einen Hra», oder in 10,000 (>>ewichtstheilen mehr
als 1,,i Grane fircr Vestandtlieile enthalten, in die Reihe der
harten «,ählt. Die genannten Wässer sind dal,er zum Kochen,
und eben so zum Reinigen der Wäsche minder geeignet, da
sie die Seife versetzen und die im Wasser unlösliche Kalkscife
bilden. Gewöhnlich liält man den weisicn Niederschlag, den
sie beim Kochen zurücklassen, für Saliter (Salpeter) und ist
der irrigen Meinung, daß jene Brunnen sehr'salitcrhältig
seien. In Vcmg auf ihre Härte stimmen sie mit dem Trink.
>) S>c<)< Vlrnl'l,
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Grätz
Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
- Title
- Grätz
- Subtitle
- Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
- Author
- Gustav Schreiner
- Publisher
- Verlag Franz Ferstl'sche Buchhandlung
- Location
- Graz
- Date
- 1843
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 11.55 x 20.25 cm
- Pages
- 638
- Keywords
- Graz, Steiermark, Stadt
- Categories
- Geschichte Chroniken
- Geschichte Vor 1918