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Grätz - Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
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Page - 411 - in Grätz - Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung

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411 ß schaft als Witglied eintreten Ul können, muß >nan '.'cn Adel oder Officicr sein; durch spätere Beschlüsse ist auch den höbc- rcn Beamten bürgerlichen Eiantes für ihre Person der Ein- tritt in diese Gesellschaft gestattet worden. Dieses Casino bie- tet den Mitgliedern und ihren Angehörigen gegen einen eben nicht bedeutenden Veitrag Vergnügen mannigfaltiger Art in Ballen, Gesellschaftsspielen, in der Leclüre von Zeitungen und Zeitschriften, Kartenspiel u.- dgl. dar. — Die letztere (elfter Sack Nr. 295), welche erst im I. 1840 ins Leben getreten ist ' ) , bildet eine Vereinigung von Personen aus allen Clas- sen der gebildeten Stände zum geselligen Vergnügen, bei wel- cher jeder Beitretende eine mäßige Aufnahmsgebühr und einen jährlichen Beitrag entrichtet. In den Kreis der gesellschaftlichen Nnterhalttmg sind in diesem Vereine hineinbczogen werden: Bälle, Gesellschaftszirkel mit und ohne Musik, alle anständigen erlaubten Spiele und das Lesen von Zeitungen und Zeitschris- ten. — Auch das Theater wird von den höderen Ständeclassen und >.'om Mittelstande fteißig besucht, bietet aber auch in der Negel der höheren Genüsse manche dar, da nur wenige Pro- vinzialstädtc sich einer gleich gut bestellten Vühnc, auf der zu- dem das ganze Jahr hindurch gespielt wird, wie Grätz, zu er- freuen haben dürften. Volksbelustigung«!!!. Die Natur der Volksbelustigungen ist sel,r einfach. Diese beschränken sich auf einen Spaziergang im Freien, den Ge- nuß der schönen Natur uud den Besuch eines Gartens oder Schankhauses, in dem Wein, Bier und Speisen geboten wer- den; auf eine weitere Wanderung oder Fabrt zu einem Kirch- weihfeste und auf die Tbeilnadmc an den nur an wenigen Tagen im Jahre, uir Zeit der zwei Jahrmärkte gebotenen gymnastischen Künste und Schauspielen der Kunstreiter. Ter Besuch des Tbeaters gehört bei dem gemeinen Manne zu den seltneren Ergötzlichkeiien, die er sich nur im Winter ein und das andercmal gewahrt. Tie obersteierischen Volkelieder hört man an öffentlichen Orten äußerst selten, so wie denn über- haupt, eben kein erfreuliches Zeichen, der Gesang im Munde des Volkes immer mehr und mehr verstummt. Tafür hört l> Sction M!» hohem Decrctc 0cr PoI,,ei> unv Fcnlurs-Hcsstcllc rom !». Iu l , !2:» wurdc ocr Landes - Gouverneur crmächügct, 5,esc Gesell' ; Ichalt zu auihonsircn.
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Grätz Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Title
Grätz
Subtitle
Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Author
Gustav Schreiner
Publisher
Verlag Franz Ferstl'sche Buchhandlung
Location
Graz
Date
1843
Language
German
License
PD
Size
11.55 x 20.25 cm
Pages
638
Keywords
Graz, Steiermark, Stadt
Categories
Geschichte Chroniken
Geschichte Vor 1918
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