Page - 430 - in Grätz - Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
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alles dasjenige umfassen,,was znm Unterrichte erforderlich ist,
sondern auck durch die in neuerer Zeit besonders cultivirten
optischen, magnetischen und elektrischen Instrumente bemer-
tenswerth ist. Davon verdiene» vorzüglich folgende angeführt
n> werden: ßin Lichtbeu,^ungs-Apparat nach Fraunhofer von
Plcsil in Wien; ein Interferenz Apparat nach Freonel von
Plößl; ein Pclarisaticns-Instrument sammt den dazu gehö-
rigen Doppclspatyen von ausgezeichneter Große; ein Plößl'-
sches 'Usammengesehtes Mikroskop von der größten Gattung:
ein kleineres ;ufammengesetztes Microscop von Frauenhofer;
ein achromatisches Fernrohr von 27"" Oeffnunq und drei Fuß
Fokallange von Plößl; eine große Elcktrisirmaschine init 30;öl-
liger Scheibe und mit nvei großen Batterien, wovon die eine
24, die andere 12 Leidnerflaschen enthalt; eine Jung'sche
Säule; eine Zinktohlcn-Batterie nach Bunsen; eine Daniell'-
sche und Grove'sche Nette; ein vollständiger elektromagnetischer
Apparat; mehre sehr empfindliche Multiplikatoren, wovon
zweie mr elektromagnetischen Tclcgraphirung eingerichtet sind;
eine magneto-elektrische Nctaticnsmaschine nach Oitingsyau-
sen; eine Svrene nach Cagnard - Latour; eine astronomische
Pendeluhr von Monkliouse in London; ein Erdglobus, ,wei
Sämh im Durchmesser, vom Obersten Immer in Wien.
Neben dem physikalischen Saale befindet sich ein kleines che-
misches Laboratorium mit den nöthigen und gebräuchlichsten
chemischen Gerathschaftcn und Rcagentien. Zu diesem physi-
kalischen Cabinete gehören noch vier besondere Zinnner für
den (5ab!netsdiener, zur Vertstatte mit Hobel- und Drehbank,
mit Glasblasetisch u. s. w. Seit dem I, ^-ll) ist ein eige-
nes Zimmer ;um meteorologischen Observatorium mit genauen
Werkzeugen eingerichtet. Die täglich mehrmaligen Beobachtun-
gen werden genau in ein dam eröffnetes Tagebuch eingetragen.
I») Die k. k. Univcrsiläts<Vibliolhct befindet sich
auch im Nnivcrsitäts-Gcbäude selbst, wovon sie im ersten und
«weiten Stockwerke gegen die Domkirche, gegen das ständische
Theater und gegen den Hof einen bedeutenden Raum einnimmt.
Nack Aushebung der Jesuiten wurde die Bibliothek des Ortens
in» I. 1776 gemustert, und aus den gewählten besseren Wer-
ten , vermehrt »och mit anderen wertlivollen Vückern, eine
öffentliche Bibliothek im dermaligen Convictsgebäude selbst
aufgestellt und im April desselben Jahres mit einem eigenen
Lese,immer ;ur Benützung eröffnet. Die allgemeine regste
Theilnahme an diescm Institute ueranlaßte darauf im Jahre
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Grätz
Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
- Title
- Grätz
- Subtitle
- Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
- Author
- Gustav Schreiner
- Publisher
- Verlag Franz Ferstl'sche Buchhandlung
- Location
- Graz
- Date
- 1843
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 11.55 x 20.25 cm
- Pages
- 638
- Keywords
- Graz, Steiermark, Stadt
- Categories
- Geschichte Chroniken
- Geschichte Vor 1918