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der Chemie, Technologie und Botanik als die für die Inte-
ressen des Landes am wünschenswcrtliesten sustemisirt. Sowcl
um die Vorlesungen über diese Gegenstände zu effcctuiren, als
die vom Erzherzoge zugedachten Sammlungen an Naturalien,
physikalischen Apparaten, Instrumenten, yistorischen (Gegenstän-
den, Büchern u. s. w. in einem angemessenen Localc unter-
zubringen, wurde die sich eben darbietende Gelegenheit der
öffentlichen Versteigerung des sogenannten Lcsliehcfes (damals
cin Eigcnthum de» Fürsten Dietrichstein) benutzt, und dieses
Gebäude mit allem Zugcl,ör um 162,431 fi. Banko^ttel an«
gekauft, und mit dem Namen Ioanneum bezeichnet ^Iuli
1811).
Bald darauf geschah auch von Seite des Erzherzogs auf
dem Landtage vom 26. November 18 li die Uebergabe der
eigenhändig ausgefertigten Schenkungsurkunde aller der oben-
genannten Gegenstände des Museums.
Es wurden zur unmittelbaren Geschäftsleitung des In-
stitutes zwei Curatoren und der Stellvertreter des Proteetors
in den Personen: Ich. Nittcr v. Kalchberg, Gctthard Abteil
von Admont und Ferdinand Grafen von Altems, damaligen
Landeshauptmann, aus Ansuchen der Herren Stände durch
Se. kais. Hoheit selbst bestimmt, so daß also mit Beginn des
Iayres 1812 ') dasselbe als organisirt und belebt angesehen
werden konnte.
Die erste Wirksamkeit der Gcschäftsleitcr musne natür-
lich daraus hingerichtet sein, scwol den Sammlungen die no-
th'ge Zugänglichteit und Erweiterung zu verschaffen, als auch
die Benützung derselben für das praclischc Leben und für die
Wissenschaft durch geeignete Lchrvorträge zu bewirken. Die
Tendenz des Institutes, dem Staate brauchbare Diener zu er-
ziehen, iene Zweige der Naturkunde, welche mit den provin-
cicllen Bedürfnissen zunächst in Verbindung standen, auszu-
bilden, machte die Professuren für Mineralogie, Chemie und
Botanik besonders wünschcnswcnh. Für crsterc wurde F. Mohs,
für die beiden letzteren Dr. v. Vcst berufen. Ncbsidem wur-
den aber auch bruckstücksweisc Vorlesungen über Technologie
und Astronomie durch Professoren des Lyccums schon im I.
1812 besorgt.
Der an die Landcöbcwohner ergangene Aufruf um Bei-
träge jeder Art, welche für die Zwecke des Institutes dienlich
>) Hofkanzlti« Unordnung r?m l?. Februar >«>«, 3. ««««.
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Grätz
Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
- Title
- Grätz
- Subtitle
- Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
- Author
- Gustav Schreiner
- Publisher
- Verlag Franz Ferstl'sche Buchhandlung
- Location
- Graz
- Date
- 1843
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 11.55 x 20.25 cm
- Pages
- 638
- Keywords
- Graz, Steiermark, Stadt
- Categories
- Geschichte Chroniken
- Geschichte Vor 1918