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Durch die besondere Sorgfalt der Herren Stände erhielt
die Zeicknungs - Academie seit dem Jahre 1838 die Mittel ;u
einer uvcckmäsügeren Einrichtung, so daß jene Zöglinge, die sich
ganz der bildenden Kunst widmen wollen, ihr Ziel durch diese
Anstalt vollständig erreichen tonnen. Der Unterricht wird «war
im Blumen- und Landschafts-Zeichnen und Malen gegeben,
auch sind die Vorlege - Vlättcr im letztern Fache gewählt und
vollständig, wie es auch die im erstcrn in Kurzem scun wer-
den; vorzügliche Sorge aber wird der Figuren-Zeichnung zu-
gewendet, um aus den fähiger« Zöglingen brauchbare Gcschichts-
Maler zu bilden. Die gezeichneten Vorlagen in diesem Fache
sind «ahlreich, und viele darunter von großem Ncrlhc, ihre
Anzahl wächst jährlich durch tüchtige Zeichner in Rom und
Wien. An Statuen und Büsten in Gups, über die besten
Antiken geformt, befinden sich gegenwärtig über 80 Nummern
hier; auch diese Abthcilung wird mit jedem Jahre einen Zu-
wachs erhalten, da die angeführte Zahl nur den Stand der
so eben geschehenen Gründung angibt. — Alljährlich im Sep-
tember hat eine öffentliche Ausstellung gewählter Zeichnungen
der acadcmischen Zöglinge Statt. — Die in der Figuren-Zeich-
nung hinreichend Gewandten üben sich in Kompositionen über
Begebenheiten aus dem alten und neuen Testamente, die vom
Professor ausgegeben und ihm monatlich vorgelegt werden. —
Der ganze Cursus der Kunst-Zöglinge kann in ü Iabre cin-
getlieilt werden. Das erste ist fürs Zeichnen nach Köpfen, das
zweite nach gezeichneten ganzen Figuren bestimmt. Das dritte
und vierte füllen das Zeichnen nach Büsten und Statuen, das
Studium der Anatomie, so wie auch das der Gewänder aus.
Das fünfte ist zum Copircn nach Oelgcmälden, zum Malen
nach der Natur, so wie zum Zeichnen nach dem lebenden Mo-
delle bestimmt. Das sechste endlich ist der Auesülnung eigener
historischer Compositioncn als Cartons fürs Fresco - Malen,
oder als Oelgemälde gewidmet. Für das Beste von diesen letz-
teren ist von dem vorigen Gallerte-Dircctcr, August Stark,
ein Capital angelegt worden, dessen Zinsen ein Prämium bil-
den, welches dem jungen Künstler überreicht wird.
Die Galle rie ist zwar in 8 Zimmer eingetheilt, wovon
aber gegenwärtig nur 7 Zimmer für die geordneten Gemälde
geöffnet werden, da das achte aus Mangel an Naum noch als
Depot für vorräthige Gemälde verwendet ist. Diese 7 Zim-
mer sind, so weit es die Auswahl der vorhandenen Gemälde
erlaubte, geordnet, und einer svmetrischcn Einthcilung, als
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Grätz
Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
- Title
- Grätz
- Subtitle
- Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
- Author
- Gustav Schreiner
- Publisher
- Verlag Franz Ferstl'sche Buchhandlung
- Location
- Graz
- Date
- 1843
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 11.55 x 20.25 cm
- Pages
- 638
- Keywords
- Graz, Steiermark, Stadt
- Categories
- Geschichte Chroniken
- Geschichte Vor 1918