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Merkwürdig, daß in dieser Klam Alpcnpftaincn, wie
t^ontinna ncguli«, I'^itnl'in »Iliacea, 8n-
elc. bis in die Tiefe berunter steigen. Noch hat kein
Maler diese herrliche Felsschlucht, die nur von der sogenann-
ton „Noch" bei Gams unter den einheimischen Gebirgspässen
übertreffen wird, besucht; auch hat noch Niemand daran ge-
dacht, durch Anlegung eines Fußpfades dieselbe für Besuchende
einiger Massen Zugänglich ui »nachen, indem man gegenwär-
lig genöthiget ist, durch den Bach )u schreiten. Es scheint mir
aber an der Zeit, wenigstens daran ;u erinnern.
Die Kalkstcinhöhlcn bei Weih und Guttenberg.
Seitwärts vom Wege, der von Weih nach Passail führt,
befinden sich uvci Höhlen, die eine die „Grasselhöhle," die an-
dere das Eulenloch oder „Katerloch" genannt. Von Haselbach,
wo man gewöhnlich den Führer nimmt, der schon mit Pcch-
fackeln versehen ist, hat man noch eine kleine Strecke bis Scha-
chern ui gehen. Im Ansteigen des Sattelberges ist der un-
ansehnliche enge Eingang in die Grassell'öhle. Sic ist eine
wenig geräumige oder ausgedehnte, aber doch immer schöne
Tropfsteinhöhle mit herrlichen, großartigen Pfeilern von Stalak-
titen und Stalaknnten. Erste« brechen oft von selbst herab,
ihre Trümmer sind aber schon in Jahresfrist durch Kalksinier
mit dem Boden verwachsen. Kein Theil der Höhle bietet einen
ebenen Platz dar, doch ist sic mit einem gelben Letten theil-
wcise ausgefüllt, in dem sich aber keine Hnochen eingebcitei
finden. Tic Höhle hat mehre Scitcnböhlen, deren einige jedoch
nicht mehr zugänglich sind, da die sich fortwährend vergrößern-
den Stalaktiten sie immer mehr verengen. Am 28. August
1837 fand ich die Temperatur der Luft daselbst 9,5" IV,, ihr
Feuchtigkeitsgrad wurde mittelst Pst'chrometers auf 94,8 i». l^.
(d. i. Z,18 Gran Waffer in einem Cubitfuße Luft) bestimmt
und das angesammelte Wasser kalte 8,3" N.
Imposanter durch den gewaltigen, offenen Vogen der Ein-
gangswölbung ist das etwas höher gelegene Eulenloch, hier Äa-
tcrloch (da die Eule, Kater oder Enltaier beißt) genannt. Diese
Höhle hat im Hintergründe eine schachtähnliche Vertiefung von
wenigstens 7U Klafter Tiefe. Eine üppige Vegetation besonders
von Moosen ;icrt das großartige Portal derselben; tiefer in die
Wölbung hinein verschwindet alle Spur von Gewächsen, nur
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Grätz
Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
- Title
- Grätz
- Subtitle
- Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
- Author
- Gustav Schreiner
- Publisher
- Verlag Franz Ferstl'sche Buchhandlung
- Location
- Graz
- Date
- 1843
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 11.55 x 20.25 cm
- Pages
- 638
- Keywords
- Graz, Steiermark, Stadt
- Categories
- Geschichte Chroniken
- Geschichte Vor 1918