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Grätz - Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Seite - 525 -
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525 Merkwürdig, daß in dieser Klam Alpcnpftaincn, wie t^ontinna ncguli«, I'^itnl'in »Iliacea, 8n- elc. bis in die Tiefe berunter steigen. Noch hat kein Maler diese herrliche Felsschlucht, die nur von der sogenann- ton „Noch" bei Gams unter den einheimischen Gebirgspässen übertreffen wird, besucht; auch hat noch Niemand daran ge- dacht, durch Anlegung eines Fußpfades dieselbe für Besuchende einiger Massen Zugänglich ui »nachen, indem man gegenwär- lig genöthiget ist, durch den Bach )u schreiten. Es scheint mir aber an der Zeit, wenigstens daran ;u erinnern. Die Kalkstcinhöhlcn bei Weih und Guttenberg. Seitwärts vom Wege, der von Weih nach Passail führt, befinden sich uvci Höhlen, die eine die „Grasselhöhle," die an- dere das Eulenloch oder „Katerloch" genannt. Von Haselbach, wo man gewöhnlich den Führer nimmt, der schon mit Pcch- fackeln versehen ist, hat man noch eine kleine Strecke bis Scha- chern ui gehen. Im Ansteigen des Sattelberges ist der un- ansehnliche enge Eingang in die Grassell'öhle. Sic ist eine wenig geräumige oder ausgedehnte, aber doch immer schöne Tropfsteinhöhle mit herrlichen, großartigen Pfeilern von Stalak- titen und Stalaknnten. Erste« brechen oft von selbst herab, ihre Trümmer sind aber schon in Jahresfrist durch Kalksinier mit dem Boden verwachsen. Kein Theil der Höhle bietet einen ebenen Platz dar, doch ist sic mit einem gelben Letten theil- wcise ausgefüllt, in dem sich aber keine Hnochen eingebcitei finden. Tic Höhle hat mehre Scitcnböhlen, deren einige jedoch nicht mehr zugänglich sind, da die sich fortwährend vergrößern- den Stalaktiten sie immer mehr verengen. Am 28. August 1837 fand ich die Temperatur der Luft daselbst 9,5" IV,, ihr Feuchtigkeitsgrad wurde mittelst Pst'chrometers auf 94,8 i». l^. (d. i. Z,18 Gran Waffer in einem Cubitfuße Luft) bestimmt und das angesammelte Wasser kalte 8,3" N. Imposanter durch den gewaltigen, offenen Vogen der Ein- gangswölbung ist das etwas höher gelegene Eulenloch, hier Äa- tcrloch (da die Eule, Kater oder Enltaier beißt) genannt. Diese Höhle hat im Hintergründe eine schachtähnliche Vertiefung von wenigstens 7U Klafter Tiefe. Eine üppige Vegetation besonders von Moosen ;icrt das großartige Portal derselben; tiefer in die Wölbung hinein verschwindet alle Spur von Gewächsen, nur
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Grätz Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Titel
Grätz
Untertitel
Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Autor
Gustav Schreiner
Verlag
Verlag Franz Ferstl'sche Buchhandlung
Ort
Graz
Datum
1843
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
11.55 x 20.25 cm
Seiten
638
Schlagwörter
Graz, Steiermark, Stadt
Kategorien
Geschichte Chroniken
Geschichte Vor 1918
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