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Felsmassen eft in schroffen Abstürzen und tief eingerissenen
Schluä'tcn cmpor. Jone mit mannigfaltigen Wiesengründen,
Feldern und Weinpftanzungcn gesännückt, bilden gegen die
meist bewaldeten Kuppen der letzten! eben jenen malerischen
Ccntrast, den das in Auffassung der Natursckonheitcn geübte
Auge so gerne sucht. Mitten in diesem Wechsel von Gebirgs-
masscn hat die Natur jene Heilquellen vcrthcilt, die wir nun
etwas näher betrachten wollen.
Zuerst sind die drei Quellen des Sulzleitnertliales m
nennen; sie entspringen in geringer Entfernung von einander
in einer lieblichen Bucht. Im Norden derselben steht das
Füllhaus, worin die Flaschen mit Wasser gefüllt und mr Ver-
sendung vorbereitet wcrdcu. Wenige Schritte vorwärts ist die
stärkste und gehaltvollste die sogenannte sso»stantins>iucllc von
13,6" N. Sie hat bis zum Wasserspiegel eine Tiefe von 4
Klafter und gibt in einer Minute beiläufig 50 Wien. Maß
Wasser. Dasselbe ist angenehm säuerlich uud prickelnd.
Der Analnsc des Hrn. Prof. Schröttcr') zu Folge zeich-
net sich diese Quelle durch eine große Menge freier Kohlen-
säure, kohlensaurer Salze, durch eine eben so namhafte Mcnge
ßhlcrnatrimns und durch den Mangel uen Eisen aus, wcß-
wcgen sie auch der Quelle von Selters ninächst steht. Tiefe
Quelle, welche ein hübscher Pavillon schützt, ist es, welche ge-
trunken wird und von der in diesem Ialire bereits über 50,000
Flaschen versendet wurden. Eine dritte Quelle „Werl<!-Qucllc"
nächst der Trinkqucllc, wird ausschließlich zu Vadcrn benützt
und daher nach dem nahestehenden Vatchausc, welches auf
das Zweckmäßigste eingerichtet ist, geleitet.
Von den Sul;leitncrquellcn beiläufig eine halbe Meile
entfernt liegt der Ichannisbrunncn. Nach Hrn. Prof. Schrct-
tcr") zeichnet sich diese Quelle durch einen bedeutenden Ge-
halt von Kohlensäure und kohlensauren Salden, ferner durch
eine große Mcnge vcn Chlornatrium und durch eine geringe
Quantität Giscnc.i'ydul aus.
Diese Quelle hat einen ucmlich starken Abfluß, der sich
in einer Minute auf einen Eimer belauft. Vcn ihr wurden
in diesem Jahre bereits über 80,000 Flaschen versendet.
») Die Heilquelle »es Thalej Gl«chenberg ». Wr<ih
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Grätz
Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
- Title
- Grätz
- Subtitle
- Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
- Author
- Gustav Schreiner
- Publisher
- Verlag Franz Ferstl'sche Buchhandlung
- Location
- Graz
- Date
- 1843
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 11.55 x 20.25 cm
- Pages
- 638
- Keywords
- Graz, Steiermark, Stadt
- Categories
- Geschichte Chroniken
- Geschichte Vor 1918