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Zur Unterbringung der Fremden dienen so»v«l mehre
Vereinsgebäude als Privathäuser. Unter diesen zeichnet sich
das drei Stockwerke hohe schone Gasthaus aus, ln welchem
sich die Traiteurie, und außerdem '.'iele äußerst bequeme und
billige Wchnummcr nebst zwei großen Sälen befinden. Die-
sem gegenüber, nur durch die dazwischen lausende Straße ge-
trennt und an den Hügel angelehnt, befindet sicli das neue
stattliche Kassecl,aus des Herrn Bibitz. Von da führt e.ne freund-
lich Allee an dem Obm^er'schen runden Gebäude, das an
Badegäste vcrmiethct wird, vorüber ui den nahen Quellen. Auf
der Anhöhe hinter dem Badebause ist das Spital für Arme,
über der Constantinsquelle das geschmackvoll gebaute gothnche
Haus einer edlen Unterstützcrinn dieser Anstalt. Etwas ent-
fernter stellt das neue Zinsbaus Tr. Eicellcm des Herrn Gou-
verneurs, Grafen von Wickcnburg. Auf dem entgegensetzten
Bergrücken erheben sich die Villen des Herrn Varon Lazanm
und des Herrn Nitlcr von Pittoni.
Ueber dem Badeorte auf einer sehr reizenden Anhohe
wird die schöne im byzantinischen Gesännacke auf Kosten Sr.
Eicellcin des Herrn Grafen v. Wickenburg erbaute Kirche,
worin sich mgleich die gräfliche Familiengruft befindet, bald
ganz vollendet sein; das daneben befindliche Klostcrgcbaudc
ist zur Aufnahme und Pflege kranker Priester bestimmt').
Der naben schone» Spaziergänge, so wie der entfernter«
interessanten Parthien gibt es sehr viele.
Der Weg am Bache durch die Felscnklun führt links
gar nicht steil auf eine Anhöhe, wo der kleine Praicr man-
cherlei Unterhaltungen gewährt, von dieser Höbe genießt man
zugleich die schöne Aussicht auf die Umgebung. Doch viel groß-
artiger ist die Nundsicht von dem sogenannten Paraplui, einem
Gloriette, das sich ebenfalls auf einem nahen Bergrücken be-
findet.
Ein äußerst angenehmer Ausflug ist nach Trautmanns-
dcrf und von da durch die '/^ Stunde vom Bateorte entfernte
romantische Klam oder Klause nach dem Schlosse Glnchen-
!) «ui begebener Anlicht zci.it siel, >n deren M,t'<- das Wohnhaus Er.
SlccUcn; o.b Herrn Oralen v, ^U.ck.ntnirq, ro„ schone,, U" '^ " ' " '" '
!,eben. ^,nier r,.sem auf einer Anhöhe 0,e «lrche nebst A°
!,„ls v '^n 0em Wechnhause Sr, ßreellcnj N>,>t °ob sch°"
rechl- zw,schen Pappe,n ze,gt sich L>e Nunüelle «»' °^ ,
quelle, oavon l,nls oas üd>»e!,er sche Hau» unü rech!- ^)
Vorderqrunle steht das Z,ni!>ans <?e, <f"ellen;, r,"!s vo
»ause lieht man das a,te G«,°s, Wle.chenvcrq UN» »« °»l> '
zwc, nahen Huaeln l»e V'llcn dcr Herren Varon ». i.a,arml un« ^
Nltler v. P,!tonl
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Grätz
Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
- Title
- Grätz
- Subtitle
- Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
- Author
- Gustav Schreiner
- Publisher
- Verlag Franz Ferstl'sche Buchhandlung
- Location
- Graz
- Date
- 1843
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 11.55 x 20.25 cm
- Pages
- 638
- Keywords
- Graz, Steiermark, Stadt
- Categories
- Geschichte Chroniken
- Geschichte Vor 1918