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z den gelegten Herrn st. st. Archivar I. Wartinger, und siehe
da! gerade die von diesem Gelehrten herausgegebenen Werke
lieferten mir neue Beweise und Gründe gegen die von dem gc«
schichtskundigen Freiherrn vertlnidigte Ansicht. Im Wartinger's
Werk ^Privilegien der Hauptstadt Gra;" finden sich vier und
vierzig Urkunden, aber sonderbarer Weise auch nicht eine ein-
zige darunter, in der „( i i»^«" oder „l^i-g?" vorkäme; wol
aber wird unsre Stadt in allen Oi-ec?, <3iet^, civitn«
^»econsi«. später auch (,l-»lx, genannt. Die Urkunden
dieses Werkes allein liefern somit den Beweis für die Schreib-
weise ("ii'ec? und <',!'u>5 vom I. 1289 bis 1479.
Doch gehen wir nun ;u Ottokars von Horneck glorreichem
Zeitgenossen K. Rudolph I. von Habsburg über. Gleich die älte-
ste der so eben erwähnten Urkunden vom I. 1280, ausgefer-
tigt durch K. Rudolph I,, spricht von ..lniele« nO5N'i civ<?8
(^recengez;" die »weite im I. 1362 (I)utum o! nctu,n
npuci <^ret^), von dem Er'chenoge Rudolph ausgestellt, ge«
denkt auch im Contertc der: ..«^ivium nazliconm (^ro-
c2on8ium:" die dritte vom I. 1326 ist in deutscher Spra-
che abgefaßt (geben xe Gretz) vom Herzoge Otto, aber auch
sie kennt nur „Purger ;e Gretz;" die fünfte vom I. 1361
hat wieder Grecz, während die vierte (von 1357) Gra'c;,
abcrauch die Worte gänzlich, Bestatten und mehre andere
mit ä hat, in denen die beiden Strichlcin offenbar den Um-
laut, und nicht, wie Freiherr von Hammer glauben läßt, das
offene a bedeuten. Die sechste jener Urkunden (von 1364)
hat auch wieder und zwar an drei Stellen Grec<. Dabei ist
nicht ni übersehen, daß Herr Archivar Wartingcr gerade die
Urkunden 1, 2, 3, 5 und 6 in der Vorrede als diejenigen be-
zeichnet, welche nach den Originalien abgedruckt worden seien,
während die vierte, welche Grä; schreibt, nach des Herrn
Archivars eigener Angabe, „aus einem nicht gan, fehlerfreien
Manukripte des Landschafts-Archivs" hergenommen ist, in
dem höchst wahrscheinlich der spätere Abschreiber jene Umän-
derung vorgenommen hat. Auf gleiche Art enthalten auch viele
der übrigen vier und vicrug Urkunden, und ^war gerade die-
jenigen , welche der Herausgeber selbst als solche bezeichnet,
die nach den Originalbricfen abgedruckt worden sind, wie die
Urkunden 19, 20, 2d, 30, 3-l, 35, 44 den Namen dieser
Stadt mit dem einfachen e, während die übrigen, welche aus
viel späteren, Abschriften hergenommen wurden, die Stadt schon
anders, aber doch auch Grä'tz, und nicht Graz, schreiben; H
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Grätz
Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
- Title
- Grätz
- Subtitle
- Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
- Author
- Gustav Schreiner
- Publisher
- Verlag Franz Ferstl'sche Buchhandlung
- Location
- Graz
- Date
- 1843
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 11.55 x 20.25 cm
- Pages
- 638
- Keywords
- Graz, Steiermark, Stadt
- Categories
- Geschichte Chroniken
- Geschichte Vor 1918