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Handbuch der Ornamentik - Zum Gebrauch für Musterzeichner, Architekten, Schulen und Gewerbetreibende sowie zum Studium im Allgemeinen
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533 Gemeine Figuren. 7—8. Der Adler,auffliegend; dieFänge gespreizt; dieSachsen (Flügelknochen) einwärts gebogen; der Kopf meist nach rechts gewendet; der Schnabel offen; die Zunge ausgeschlagen, öfters mit Hacken; der Schweif ornamental verlaufend. Haupt- farben schwarz, rot oder gold. (Heraldische Adler vergleiche Tafel 53.) 9. Die Gans, wie der Schwan mit zurückgebogenem Hals. Silbern oder schwarz. 10. Amseln und Lerchen, meist gestümmelt, d. h. der Schnäbel und Füfse beraubt, erstere schreitend, letztere auffliegend. In der französischen Heraldik als Merlettes und Alouettes häufig. 11. Der Delphin, steigend, häufig mit Rückenkaram und orna- mentalem Schwanz. 12. Barben, zu- oder abgekehrt steigend, häufig auch schwimmend (quer gelegt), belebt oder abgestanden (mit geschlossenem oder offenem Maul). 13. Die Schlange, sich windend oder wellenförm ig steigend oder geringelt, von Farbe silbern, blau oder grün. Weitere häufig vorkommende Tiere sind der Hirsch, der Wolf, der Bär, der Fuchs, der Stier, der Hahn, der Rabe, die Taube, der Storch, der Kranich, der Pelikan, der Krebs, die Meermuschel u.a.m. Auch einzelne Teile von Tieren sind nicht selten, so der Flug (Flügel), Köpfe und Klauen. Die menschliche Figur wird ganz und in einzelnen Teilen heraldisch benutzt; als Beispiel seien angeführt: 14. Das Triquetra, 3 Beine mit gebogenem Knie regelmäfsig um einen Punkt verteilt. (Die Figur findet sich bereits als Ab- zeichen auf antiken Schilden, wie griechische Vasengemälde zeigen.) 15. Der Mohrenkopf mit Ohrring und Krone. 16. Der Mönch, mit ausgespreizten Armen. (Unter anderem als Wappen von München, sog. „Münchener Kindl".) Aufserdem: Engel,Heilige, Gottheiten, Narren,Jung- frauen, Ritter, Könige, wilde Männer, dann Arme, Hände, Beine, Rümpfe, Schwurhände u. s. w. Von Pflanzen sind zu erwähnen: 17. Die Linde, ausgerissen, mit wenigen Blättern. (Ähnlich der Fruchtbaum, die Eiche, die Tanne.) 18. Der Eichenast, knorrig, mit wenigen Früchten und Blättern. (Ähnlich dürre Äste, brennende Äste oder Brände u. s. w.) 19. Die Rose, als Rosette stilisiert, einfach oder doppelt, fünf bis achtteilig, von Farbe rot, golden oder silbern.
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Handbuch der Ornamentik Zum Gebrauch für Musterzeichner, Architekten, Schulen und Gewerbetreibende sowie zum Studium im Allgemeinen
Title
Handbuch der Ornamentik
Subtitle
Zum Gebrauch für Musterzeichner, Architekten, Schulen und Gewerbetreibende sowie zum Studium im Allgemeinen
Editor
Franz Sales Meyer
Location
Leipzig
Date
1937
Language
German
License
PD
Size
9.6 x 15.7 cm
Pages
628
Category
Kunst und Kultur
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