Web-Books
in the Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Kunst und Kultur
Handbuch der Ornamentik - Zum Gebrauch für Musterzeichner, Architekten, Schulen und Gewerbetreibende sowie zum Studium im Allgemeinen
Page - 562 -
  • User
  • Version
    • full version
    • text only version
  • Language
    • Deutsch - German
    • English

Page - 562 - in Handbuch der Ornamentik - Zum Gebrauch für Musterzeichner, Architekten, Schulen und Gewerbetreibende sowie zum Studium im Allgemeinen

Image of the Page - 562 -

Image of the Page - 562 - in Handbuch der Ornamentik - Zum Gebrauch für Musterzeichner, Architekten, Schulen und Gewerbetreibende sowie zum Studium im Allgemeinen

Text of the Page - 562 -

533 Gemeine Figuren. Zu den künstlichen Gegenständen, die verwendet werden zählen zunächst: Ba uwerke (Türme, Thore, Burgen, Kirchen, Brücken, Brunnen, Schiffe), Geräte (Werkzeuge, Instrumente, Waffen, Anker, Schlüssel, Banner, Kirchenfahnen), Gefäfse (Kessel, Humpen, Krüge), Kleidungsstücke (Hüte, Mützen, Gürtel, Kronen, Mäntel, Schuhe), Hausmarken und Handelszeichen, Monogramme und Kreuze aller Art. Einige Beispiele: 13. Das Rad, mit 8 über den Radkranz hinausreichenden Speichen. 14. Das Clevesche Rad (Karfunkelrad), eine in 8 Lilien endigende Rosette, 4 sich kreuzende Metallspangen nachahmend. 15. Das Malteserkreuz und Ankerkreuz (auf der Zeichnung je hälftig.) 16. Das Hakenkreuz. 17. Zwei gekreuzte Schwerter. 18. Der Rautenkranz, einem Kronreifen ähnlich. 19. Die Axt und der Doppelhaken. 20. Der Hut und der Eisenhut. Es können auch mehrere Figuren in einem Wappen vereinigt werden oder es kann die eine Figur mit einer anderen überzogen werden. Die gleiche Figur kann sich ferner mehrmals wiederholen etc. Die Beschreibung (Blasonierung) eines Wappens mit gemeinen Figuren ist nicht immer so einfach wie bei den Heroldsbildern; wo die ge- bräuchlichen heraldischen Ausdrücke nicht ausreichen, da wird das Wappen in gewöhnlicher Sprache beschrieben. Es mögen hier aus der Kunstsprache die häufigst vorkommenden Bezeichnungen kurz angeführt sein, insofern sich dieselben nicht von selbst erklären: Begleitet: ein Hauptbild wird von kleineren Bildern umgeben. Beladen oder belegt: Bilder werden auf ein anderes Bild auf- gelegt. Besäet: viele kleine Bilder belegen ein grofses, ohne bestimmte Zahl und ohne Rücksicht auf den Schildrand. Beseitet: eine Figur hat weitere Figuren zur Seite. Besetzt: auf den oberen Rand einer Figur wird eine andere gesetzt. Besteckt: eine Figur wird mit einer anderen geschmückt, z. B. ein Horn mit Blättern, ein Turm mit Fahnen. Bewehrt: ein Tier ist mit Zähnen, Krallen, Schnabel etc. bewehrt. Gekoppelt: 2 Figuren stehen unmittelbar nebeneinander. Gestückt: wechselnd mit verschiedenen Tinkturen versehen. Gestümmelt: einzelner Teile beraubt, z. B. Tiere ohne Füfse. Hervorbrechend: Figuren ragen nur teilweise aus dem Schild- rand oder aus anderen Bildern hervor. Schreitend: ein Tier geht, den einen Vorderfufs erhoben. Stehend: alle Füfse berühren den Boden.
back to the  book Handbuch der Ornamentik - Zum Gebrauch für Musterzeichner, Architekten, Schulen und Gewerbetreibende sowie zum Studium im Allgemeinen"
Handbuch der Ornamentik Zum Gebrauch für Musterzeichner, Architekten, Schulen und Gewerbetreibende sowie zum Studium im Allgemeinen
Title
Handbuch der Ornamentik
Subtitle
Zum Gebrauch für Musterzeichner, Architekten, Schulen und Gewerbetreibende sowie zum Studium im Allgemeinen
Editor
Franz Sales Meyer
Location
Leipzig
Date
1937
Language
German
License
PD
Size
9.6 x 15.7 cm
Pages
628
Category
Kunst und Kultur
Web-Books
Library
Privacy
Imprint
Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Handbuch der Ornamentik