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Handbuch der Ornamentik - Zum Gebrauch für Musterzeichner, Architekten, Schulen und Gewerbetreibende sowie zum Studium im Allgemeinen
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Page - 564 - in Handbuch der Ornamentik - Zum Gebrauch für Musterzeichner, Architekten, Schulen und Gewerbetreibende sowie zum Studium im Allgemeinen

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BC4 Gemeine Figuren — Helmformen. Steigend: die gewöhnliche Stellung der Tiere im Wappen, die nicht weiter gemeldet wird. Wachsend: wenn eine Figur zur Hälfte hervorragt. 2. I. gestellt: 3 Figuren stehen 2. 2. I. gestellt: 5 Figuren stehen J^ 1. 3. I. gestellt: 5 Figuren stehen • 2. I. 2. gestellt: 5 Figuren stehen u. s. w. u. s. w. Helmformen. (Tafel 286.) Zur Zeit der ältesten Heraldik bildete der Schild allein das Wappen Und auch späterhin bis heute genügt derselbe zur Darstellung des AVappenbildes. Zu einem vollständigen Wappen gehört jedoch auch der Helm mit der Helmzier. Hin und wieder, speziell auf Siegeln, wird auch der Helm mit seinem Kleinod für sich allein als Wappenzeichen benutzt. Wie nun aber nicht alle Gebrauchsschilde sich zu Wappenschilden eignen, so sind es unter den Helmformen nur einige wenige, welche eine heraldische Berechtigung haben; es sind dies die eigentlichen Turnierhelme. Es kommen 4 Formen in Betracht. Die älteste ist der Topfhelm, wie ihn Fig. I zeigt. Ihm folgt der Kübelhelm, unten zylindrisch, oben abgestutzt konisch, auf den Schultern aufsitzend, veranschaulicht durch die Figuren 2—4. Dem Kübelhelm schliefst sich an der Stechhelm (Fig. 6—9), ele- ganter als der Kübelhelm und sich mehr der Kopfrundung anpassend, mit horizontalem Spalt zum Durchsehen. (Fig. 5 zeigt eine Zwischen- form von Kübel, und Stechhelm.) Die späteste heraldische Helm- form ist der Spangenhelm oder Rosthelm (Fig. lO—11). Der- selbe schliefst sich der Kopfform noch mehr an als der Stechhelm. Der Sehausschnitt ist zu einer breiten Öffnung erweitert, welche mit aufrechten Spangen vergittert wird (Spangenhelm), wozu auch Quer- vergitterung treten kann (Rosthelm). Der Visier heim (Fig. 12) und andere Helme, wie der Burgunderhelm, sind unheraldisch und kommen selten an Wappen vor. Der Topf heim gehört im allgemeinen dem 13., der Kübelhelm dem 14., der Stechhelm dem 15. und 16. Jahrhundert an; der Spangenhelm ebenfalls den beiden letztgenannten Jahrhunderten. Die ersten 3 Helmarten bezeichnet man als geschlossene, Spangen- und Rosthelm als offene Helme. Tafel 286. 1. Topfhelm aus der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts; Berliner Zeughaus. 30 cm hoch.
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Handbuch der Ornamentik Zum Gebrauch für Musterzeichner, Architekten, Schulen und Gewerbetreibende sowie zum Studium im Allgemeinen
Title
Handbuch der Ornamentik
Subtitle
Zum Gebrauch für Musterzeichner, Architekten, Schulen und Gewerbetreibende sowie zum Studium im Allgemeinen
Editor
Franz Sales Meyer
Location
Leipzig
Date
1937
Language
German
License
PD
Size
9.6 x 15.7 cm
Pages
628
Category
Kunst und Kultur
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