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Nr.215–217 361
ner, man hiet im unrechtleich beschawt, und wolt das werch gerecht machen, das sullen
sy imstat tùnvordenandernmaisternallen.
Auch hat im der rat gantzen und vollen gwalt vorbehalden, die egenan(ten) artikel ze
mernundzemynnern,wieundwann indas gevellet.
216.
Der Rat [der Stadt Wien] grenzt die Arbeitsbereiche von Gürtlern, Bortenwirkern und Bein-
gürtlernvoneinander ab.
1440Juni9.
HWOBfol.96r.
Druck: Uhlirz, Urkunden 2 Nr.15.165. – Literatur: Uhlirz, Gewerbe 677; Prochaska, Ge-
schichte235.
Dergùrtler, portenwùrhèrundpaineingùrttler entschaidunga
Anno Domini MoCCCCo quadragesimo des phintztags vor sand Veitstag habent mein
herren des rats die gùrtler und die portenwùrher und paineingùrtler umb ir zwitràcht
voneinander entschaiden:
[1.] also das die portenbùrher und paineingùrtler sùllen und mùgen vail haben und
verchauffen allerlay porten beslagen und unbeslagen, doch das in dieselben porten die
maister die gùrtler hie umb ainen gleichen lon sùllen ordenlich beslahen, als recht und
gewonhait ist und dartzù gehòrt an gevèr. Erfund sich aber durch ir beschaw, das diesel-
ben porten nicht ordenlich und gerecht beslagen wurden, so sol man den maister, der sy
hatbeslagen,darumbpùssennachdes rats erfindung.
[2.] Undsùllenauchdieselbenportenbùrherundpaineingùrtlerkain ryemeinegùrtl,
grosse noch klaine, hie nicht mer vail haben noch verkauffen, aber auf den jarmèrkch-
ten mùgen sy die wol vail haben und verkauffen an der gùrtler irrung. Daengegen sullen
und mùgen die gùrtler beslagen porten auch vail haben und verkauffen hie und auf den
jarmàrkchtenander egenan(ten) irerwidertail irrungungeverlich.
217.
Der Rat [der Stadt Wien] erteilt den Bortenwirkern auf deren Bitte einen Zusatz zur Ord-
nung, derenGesellenundLehrlingebetreffend.
1469März2.
HWOBfol.96r–v.
Druck: Uhlirz, Urkunden 2 Nr.15.386. – Literatur: Uhlirz, Gewerbe 625f., 640, 678;
Westermayer,Beiträge77f.;Hollnsteiner,Lehrlings-undGesellenwesen36f.;Zatschek,Hand-
werk166,201.
Annoa Domini etc.MoCCCCo sexagesimononodesphintztags vordemsontagOculi in
der Vassten haben mein herren des rats den portenwùrhern ainen zuesatz irer ordnung
auf ir vleissigbeteundbegerengeben inmassenhernachgeschribenvolget:
[1.] Vonerstdasainyedermaisterknechtaufnemenundhaltensolundmag, sovil er
der bedarf, und das ain yeder maister nicht mer dann ain(en) lerknaben haben sol. Und
216 aÜberschrift rubriziert.DanebenvonandererHand: A.
217 aRechts nebenderZeile von gleicherHandwie obenNr.216Anm.a: B, se(quit)ur [?].
Das Wiener Handwerksordnungsbuch
(1364–1555)
- Title
- Das Wiener Handwerksordnungsbuch
- Subtitle
- (1364–1555)
- Author
- Markus Gneiß
- Publisher
- Böhlau Verlag
- Location
- Wien
- Date
- 2017
- Language
- German
- License
- CC BY 4.0
- ISBN
- 978-3-205-20418-3
- Size
- 17.3 x 24.5 cm
- Pages
- 674
- Keywords
- Late Medieval Vienna, Craft ordinances, Craftsmen, Late Medieval Urban Administration, Commented Edition, Wien im Spätmittelalter, Handwerksordnungen, Handwerker, Spätmittelalterliche Stadtverwaltung, Kommentierte Edition
- Categories
- Geschichte Historische Aufzeichnungen