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Handwörterbuch der Philosophie
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Erneuerung — Erscheinung. Organe nachläßt und schließlich fast ganz aufhört. Die geistige E. zeigt sich in einem Nachlassen der Aufmerksamkeit, in einer Verlangsamung, Erschwerung, Verschlechterung der geistigen Leistung, der Reproduktion, des Denkens, in einer Unlust zu weiterer Anstrengung. Beeinflußt, zum Teil paralysiert wird die E. durch den Willen, das Interesse, die Gewöhnung, Übung (s. d.), Arbeits- pausen, Arbeitswechsel u. a. Gemessen wird die E. teils durch physiologische Methoden (Dynamometer, Ergograph), teils durch psychologische Methoden (Prüfung der Haut- und Schmerzempfindlichkeit, Messung der Dauer psychischer Torgänge, Methode der Rechnen usw., M. der fortlaufenden Arbeit mit Berechnung der „Arbeitskurve" usw.). VgL J. LOEB, Pflügers Archiv, 1886; Mosso, La fatica, 1891; deutsch 1892; KRAEPELIN, Psychol. Ar- heiten, 1895 ff., I ff.; La fatigue intellectuelle, 1898; WUNDT, Grdz. d. phys. Psychol., 1908, I8, 584 II6, 22 III5 617 1; MEUMANN, Vorles. zur in d. experiment. Pädagogik, GINEFF, Prüfung der Methoden zur Messung geist. 1899; EBBINGHAUS, Grdz. d. Psychol. 1905; Arbeiten von AMBERG, BETTMANN, BRAHN, BURGERSTEIN, (Psychol. de 1909), HELLER, HIRSCHLAFF, JOTEYKO, KEMSIES, LOBSIEN, NOIKOW, N. VASCHIDE U. a. (vgl. die Literatur bei OFFNER, Die geist. Ermüdung, 1910). Vgl. D. C. Über quantitative Bestimmung psychischen Arbeit, 1912: BETHE, Der Einfluß geistiger Arbeit auf den Körper, 1911; MÜNSTERBERG, Psychol. u. Wirtschaftsleben, 1912. Erneuerung s. Reproduktion. Über „erneuerndes Denken" vgl. KREI- Die intellektuellen Funktionen, 1909, S. 55 Erörterung (expositio) ist, im engeren Sinne, die Ermittlung des Ver- hältnisses eines Begriffs zu anderen (vgl. FRIES, System d. Logik, 1811, S. 399; HAGEMANN, Logik u. Noetik, 1909). Unter „transzendentaler" E. versteht KANT die Erklärung eines Prinzips als eines solchen, „woraus die Möglich- keit anderer synthetischer Urteile a priori eingesehen werden kann" (Krit. d. rein. Vern., S. 53). Eros (PLATON) S. Liebe. heißt ein Unterricht in Form von Fragen, auf die der Schüler antwortet. Vgl. Akroamatisch. (Irritabilität) ist die Eigenschaft der lebenden organischen Substanz, auf Reize zu reagieren. In den Nervenfasern machen sich bei der Nervenreizung erregende und hemmende Wirkungen geltend: solche, die auf Erzeugung äußerer Arbeit (Muskelzuckung, Reizung von Nervenzellen u. a.) sind, und solche, welche die frei werdende Arbeit wieder zu binden streben (vgl. WUNDT, Grdz. d. phys. Psychol. I6, 1908, S. 105 ff.). Psycho- logisch ist Erregbarkeit die Fähigkeit der Seele, leichter und schneller oder schwerer und langsamer, auf Reize durch Empfindungen und Gefühle zu reagieren (vgl. KÜLPE, Grundr. d. Psychol., 1893, S. 89). Gewisse (z. B. intensive rote Farbe) und Vorstellungen wirken erregend auf das Bewußtsein. Nach WUNDT gibt es erregende Gefühle als eigene Richtung «des Gefühls (s. d.). apparentia, apparitio, phaenomenon) bedeutet im Sinne jeden sinnenfälligen Vorgang (z. B. ein Blitz). Im engeren,
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Handwörterbuch der Philosophie
Title
Handwörterbuch der Philosophie
Author
Rudolf Eisler
Publisher
ERNST SIEGFRIED MITTLER UND SOHN
Location
Berlin
Date
1913
Language
German
License
CC BY-NC 3.0
Size
12.7 x 21.4 cm
Pages
807
Keywords
Philosophie, Geisteswissenschaften, Objektivismus
Category
Geisteswissenschaften
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