Web-Books
im Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Geisteswissenschaften
Handwörterbuch der Philosophie
Seite - 202 -
  • Benutzer
  • Version
    • Vollversion
    • Textversion
  • Sprache
    • Deutsch
    • English - Englisch

Seite - 202 - in Handwörterbuch der Philosophie

Bild der Seite - 202 -

Bild der Seite - 202 - in Handwörterbuch der Philosophie

Text der Seite - 202 -

Erneuerung — Erscheinung. Organe nachläßt und schließlich fast ganz aufhört. Die geistige E. zeigt sich in einem Nachlassen der Aufmerksamkeit, in einer Verlangsamung, Erschwerung, Verschlechterung der geistigen Leistung, der Reproduktion, des Denkens, in einer Unlust zu weiterer Anstrengung. Beeinflußt, zum Teil paralysiert wird die E. durch den Willen, das Interesse, die Gewöhnung, Übung (s. d.), Arbeits- pausen, Arbeitswechsel u. a. Gemessen wird die E. teils durch physiologische Methoden (Dynamometer, Ergograph), teils durch psychologische Methoden (Prüfung der Haut- und Schmerzempfindlichkeit, Messung der Dauer psychischer Torgänge, Methode der Rechnen usw., M. der fortlaufenden Arbeit mit Berechnung der „Arbeitskurve" usw.). VgL J. LOEB, Pflügers Archiv, 1886; Mosso, La fatica, 1891; deutsch 1892; KRAEPELIN, Psychol. Ar- heiten, 1895 ff., I ff.; La fatigue intellectuelle, 1898; WUNDT, Grdz. d. phys. Psychol., 1908, I8, 584 II6, 22 III5 617 1; MEUMANN, Vorles. zur in d. experiment. Pädagogik, GINEFF, Prüfung der Methoden zur Messung geist. 1899; EBBINGHAUS, Grdz. d. Psychol. 1905; Arbeiten von AMBERG, BETTMANN, BRAHN, BURGERSTEIN, (Psychol. de 1909), HELLER, HIRSCHLAFF, JOTEYKO, KEMSIES, LOBSIEN, NOIKOW, N. VASCHIDE U. a. (vgl. die Literatur bei OFFNER, Die geist. Ermüdung, 1910). Vgl. D. C. Über quantitative Bestimmung psychischen Arbeit, 1912: BETHE, Der Einfluß geistiger Arbeit auf den Körper, 1911; MÜNSTERBERG, Psychol. u. Wirtschaftsleben, 1912. Erneuerung s. Reproduktion. Über „erneuerndes Denken" vgl. KREI- Die intellektuellen Funktionen, 1909, S. 55 Erörterung (expositio) ist, im engeren Sinne, die Ermittlung des Ver- hältnisses eines Begriffs zu anderen (vgl. FRIES, System d. Logik, 1811, S. 399; HAGEMANN, Logik u. Noetik, 1909). Unter „transzendentaler" E. versteht KANT die Erklärung eines Prinzips als eines solchen, „woraus die Möglich- keit anderer synthetischer Urteile a priori eingesehen werden kann" (Krit. d. rein. Vern., S. 53). Eros (PLATON) S. Liebe. heißt ein Unterricht in Form von Fragen, auf die der Schüler antwortet. Vgl. Akroamatisch. (Irritabilität) ist die Eigenschaft der lebenden organischen Substanz, auf Reize zu reagieren. In den Nervenfasern machen sich bei der Nervenreizung erregende und hemmende Wirkungen geltend: solche, die auf Erzeugung äußerer Arbeit (Muskelzuckung, Reizung von Nervenzellen u. a.) sind, und solche, welche die frei werdende Arbeit wieder zu binden streben (vgl. WUNDT, Grdz. d. phys. Psychol. I6, 1908, S. 105 ff.). Psycho- logisch ist Erregbarkeit die Fähigkeit der Seele, leichter und schneller oder schwerer und langsamer, auf Reize durch Empfindungen und Gefühle zu reagieren (vgl. KÜLPE, Grundr. d. Psychol., 1893, S. 89). Gewisse (z. B. intensive rote Farbe) und Vorstellungen wirken erregend auf das Bewußtsein. Nach WUNDT gibt es erregende Gefühle als eigene Richtung «des Gefühls (s. d.). apparentia, apparitio, phaenomenon) bedeutet im Sinne jeden sinnenfälligen Vorgang (z. B. ein Blitz). Im engeren,
zurück zum  Buch Handwörterbuch der Philosophie"
Handwörterbuch der Philosophie
Titel
Handwörterbuch der Philosophie
Autor
Rudolf Eisler
Verlag
ERNST SIEGFRIED MITTLER UND SOHN
Ort
Berlin
Datum
1913
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC 3.0
Abmessungen
12.7 x 21.4 cm
Seiten
807
Schlagwörter
Philosophie, Geisteswissenschaften, Objektivismus
Kategorie
Geisteswissenschaften
Web-Books
Bibliothek
Datenschutz
Impressum
Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Handwörterbuch der Philosophie