Page - 210 - in Handwörterbuch der Philosophie
Image of the Page - 210 -
Text of the Page - 210 -
—
Principes de rationelle, FOUILLEE, Morale des orces,
ROYCE, Philos. of Loyalty, 1908; CROCE, Filosofia pratica, 1909.
MEINERS, Allgem. Gesch. der und E., 1800 f.; F. VOR-
Gesch. der philos. Moral . . ., 1855; TH. ZIEGLER, Gesch. d.
1881/86; KÖSTLIN, Gesch. der E. I, 1887; JODL, Gesch. der E. als
Wissensch.2, 1908/12; JANET, Histoire de la philos. morale et 1858; 3. A.
1887; MARTINEAU, Types of Ethical 1891; L. SCHMIDT, Die E. der
alten Griechen, 1882; M. WUNDT, Gesch. der griechischen E., 1908 f.; LUT-
HARDT, Gesch. d. christlichen E., f.; V. STERN, Einführung in die Probleme
u. Geschichte der Ethik, 1913. — Vgl. Tugend, Pflicht, Gut,
Norm, Moralischer Sinn, Sollen, Intuitionismus, Rigorismus, Imperativ, Eudä-
monismus, Hedonismus, Utilitarismus, Perfektionismus, Werttheorie.
Ethikotheologie s. Moralbeweis.
bedeutet: sittlich (s. d.), sittlich gut; 2. zur Ethik
in das Gebiet derselben fallend.
Ethologie nennt J. ST. MILL die Charakterologie (s. d.).
Sitte, Sinnesart, Charakter (s. d.).
Klugheit, Einsicht. Vgl. ARISTOTELES, Eth.
VI, 10; THOMAS, Sum. theol. I. II, 57 („habitus, quo bene
Gegensatz: „Dysbulie".
von Eudämonie, Glück-
seligkeit, Wohlfahrt) ist derjenige ethische Standpunkt, nach welchem das End-
ziel des (sittlichen) Handelns die (eigene und fremde) Glückseligkeit (s. d.), die
(individuelle und allgemeine) Wohlfahrt ist. Der E. kann egoistischer oder auch
altruistischer, individualistischer oder sozialer E. sein. Wird die Eudämonie in
die Lust, das Glücksgefühl als solches, in den Genuß gesetzt, so ergibt sich
der Hedonismus (s. d.). Ein Teil der „Utilitaristen" (s. d.), welche insgesamt
(sozial gerichtete) Eudämonisten sind, denkt hedonistisch. Gegen den E. ist
zu bemerken, daß zwar alles Handeln von und unlustbetonten Vor-
stellungen ausgeht, daß aber nicht alles Handeln bloß Lust oder Glückseligkeit
zum Ziele hat und daß ferner Glück oder Wohlfahrt, so wichtig sie sind,
nicht den vollen Inhalt des Sittlichkeitswillens selbst darstellen (vgl. Sittlichkeit)..
Eudämonisten sind in verschiedener Weise DEMOKRIT, SOKRATES, die
Kyrenaiker, EPIKUR U. a., aber auch ARISTOTELES (S. Gut) und
teilweise sogar ferner SPINOZA, LOCKE, LEIBNIZ,
HELVETIUS, HOLBACH, BENTHAM, J. ST. MILL, FEUERBACH, D. F.
FECHNER, SIGWART, ADICKES, DÜHRING, TH. ZIEGLER,
DÜRR, E. BECHER (Die eth. Grundlagen, 1908), E. PFLEIDERER (Eud. und
Egoismus, 1880), DÖRING, GIZYCKI, SPENCER U. a. VgL JODL, Gesch. d..
Ethik, II, 1912.
Ein Gegner alles E. in der Ethik ist KANT (S. Rigorismus).
ist ihm ein „Egoist", der „bloß im Nutzen und in der eigenen
nicht in der Pflichtvorstellung, den obersten Bestimmungsgrund seines Willens
setzt" (Anthropol. I, § 2). Sittlich ist nur eine Handlung aus Achtung
dem Sittengesetz, ohne Rücksicht auf materiale Zwecke des Handelns (vgl..
Sittlichkeit, Glückseligkeit). Doch gibt es schließlich Zwecke, die
Pflichten sind: „Eigene Vollkommenheit —' fremde Glückseligkeit." Gegner
back to the
book Handwörterbuch der Philosophie"
Handwörterbuch der Philosophie
- Title
- Handwörterbuch der Philosophie
- Author
- Rudolf Eisler
- Publisher
- ERNST SIEGFRIED MITTLER UND SOHN
- Location
- Berlin
- Date
- 1913
- Language
- German
- License
- CC BY-NC 3.0
- Size
- 12.7 x 21.4 cm
- Pages
- 807
- Keywords
- Philosophie, Geisteswissenschaften, Objektivismus
- Category
- Geisteswissenschaften