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Handwörterbuch der Philosophie
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Nirvana — Noologisch. (vgl. Skeptizismus, Nichts: GORGIAS). Der ethische N. anerkennt keine allgemeinen, objektiven Werte und Normen des Handelns (STIRNER, vgL. Egoismus). Der politische N. anerkennt keinerlei staatliche (Anarchismus). Der Ausdruck „Nihilismus" (in der Theologie schon früher vorhanden) kommt für den subjektiven Idealismus wohl zuerst bei JACOBI vor (WW. III,, 44); JEAN PAUL spricht von poetischen (Vorschule d. von praktisch-politischen „Nihilisten" spricht TURGENJEW. Nirvana: nach buddhistischer Auffassung das Nichtsein der lität, des Leiden bringenden egoistischen Lebenswillens, die Abwendung der der Individuen („Sansara") und Einkehr in den wunschlosen, der individuellen Existenz und deren freien Zustand höchster endung, teils schon während des Lebens, teils erst (mit Aufhören der geburt) nach dem Tode („Parinirvana") erreichbar. Vgl. OLDENBERG, Buddha5,. 1906; Buddhas Reden, deutsch von NEUMANN, 1896 f. Vgl. Pessimismus. Noetik: Denk- oder Erkenntnislehre. Vgl. Vom Abriß der Noetik, 1897; HAGEMANN, Logik und Noetik8, 1909; A. STEUER,. Logik u. N., 1907. Noetisch zum Denken oder Erkennen gehörig. Unter Denken versteht B. KERN das objektive, im sich stellende Denken als „aktive Selbstentwicklung" von Gedankeninhalten. Dinge sind „Teilinhalte aus der Inhaltsfülle der Weltidee", das Ich ist Denkgebilde, das bewußte, logische Denken eine Entwicklungsform des Welt- denkens (Das Wesen des Seelen- u. 1907). Noismus: Lehre vom Geistigen als dem bestimmenden Faktor menschlichen Wesens (A. RITTER, N., 1908; Der wahre Gott und seine Tafeln, 1912). Nominaldefinition s. Definition. ist die Ansicht, das die „Universalien", die Allgemein- begriffe in Wahrheit nur Namen (nomina) sind, welche gleichartige zusammenfassen, allgemein bezeichnen, vertreten. Vgl. Allgemein, Begriff. Nomologie Gesetz): Lehre von den Gesetzen des (Sir W. HAMILTON U. a.). „Nomologisch" heißen zuweilen die abstrakten Ge- setzeswissenschaften (J. v. U. a.). Nomothetisch gesetzgebend) und idiographisch Geschichte, Naturwissenschaft. (vovg, Geist, Vernunft) hieß früher zuweilen die (CRUSIUS). Nach H. GOMPERZ hat die N. die „Widersprüche die sich aus der sachgemäßen Bearbeitung der Gedanken in der Logik einer- seits, in der Psychologie anderseits ergeben". Sie gliedert sich in „Semasiologie" (Lehre von den Denkinhalten) und „Alethologie" von den Denkwerten; Weltanschauungslehre 1905—1908, II: Noologie, S. 38 ff.). Noologisch: auf den Geist, das selbständige, aktive, schaffende, sich kosmisch und geschichtlich entwickelnde, in den Kulturgebilden sich betätigende
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Handwörterbuch der Philosophie
Title
Handwörterbuch der Philosophie
Author
Rudolf Eisler
Publisher
ERNST SIEGFRIED MITTLER UND SOHN
Location
Berlin
Date
1913
Language
German
License
CC BY-NC 3.0
Size
12.7 x 21.4 cm
Pages
807
Keywords
Philosophie, Geisteswissenschaften, Objektivismus
Category
Geisteswissenschaften
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