Web-Books
im Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Geisteswissenschaften
Handwörterbuch der Philosophie
Seite - 440 -
  • Benutzer
  • Version
    • Vollversion
    • Textversion
  • Sprache
    • Deutsch
    • English - Englisch

Seite - 440 - in Handwörterbuch der Philosophie

Bild der Seite - 440 -

Bild der Seite - 440 - in Handwörterbuch der Philosophie

Text der Seite - 440 -

Nirvana — Noologisch. (vgl. Skeptizismus, Nichts: GORGIAS). Der ethische N. anerkennt keine allgemeinen, objektiven Werte und Normen des Handelns (STIRNER, vgL. Egoismus). Der politische N. anerkennt keinerlei staatliche (Anarchismus). Der Ausdruck „Nihilismus" (in der Theologie schon früher vorhanden) kommt für den subjektiven Idealismus wohl zuerst bei JACOBI vor (WW. III,, 44); JEAN PAUL spricht von poetischen (Vorschule d. von praktisch-politischen „Nihilisten" spricht TURGENJEW. Nirvana: nach buddhistischer Auffassung das Nichtsein der lität, des Leiden bringenden egoistischen Lebenswillens, die Abwendung der der Individuen („Sansara") und Einkehr in den wunschlosen, der individuellen Existenz und deren freien Zustand höchster endung, teils schon während des Lebens, teils erst (mit Aufhören der geburt) nach dem Tode („Parinirvana") erreichbar. Vgl. OLDENBERG, Buddha5,. 1906; Buddhas Reden, deutsch von NEUMANN, 1896 f. Vgl. Pessimismus. Noetik: Denk- oder Erkenntnislehre. Vgl. Vom Abriß der Noetik, 1897; HAGEMANN, Logik und Noetik8, 1909; A. STEUER,. Logik u. N., 1907. Noetisch zum Denken oder Erkennen gehörig. Unter Denken versteht B. KERN das objektive, im sich stellende Denken als „aktive Selbstentwicklung" von Gedankeninhalten. Dinge sind „Teilinhalte aus der Inhaltsfülle der Weltidee", das Ich ist Denkgebilde, das bewußte, logische Denken eine Entwicklungsform des Welt- denkens (Das Wesen des Seelen- u. 1907). Noismus: Lehre vom Geistigen als dem bestimmenden Faktor menschlichen Wesens (A. RITTER, N., 1908; Der wahre Gott und seine Tafeln, 1912). Nominaldefinition s. Definition. ist die Ansicht, das die „Universalien", die Allgemein- begriffe in Wahrheit nur Namen (nomina) sind, welche gleichartige zusammenfassen, allgemein bezeichnen, vertreten. Vgl. Allgemein, Begriff. Nomologie Gesetz): Lehre von den Gesetzen des (Sir W. HAMILTON U. a.). „Nomologisch" heißen zuweilen die abstrakten Ge- setzeswissenschaften (J. v. U. a.). Nomothetisch gesetzgebend) und idiographisch Geschichte, Naturwissenschaft. (vovg, Geist, Vernunft) hieß früher zuweilen die (CRUSIUS). Nach H. GOMPERZ hat die N. die „Widersprüche die sich aus der sachgemäßen Bearbeitung der Gedanken in der Logik einer- seits, in der Psychologie anderseits ergeben". Sie gliedert sich in „Semasiologie" (Lehre von den Denkinhalten) und „Alethologie" von den Denkwerten; Weltanschauungslehre 1905—1908, II: Noologie, S. 38 ff.). Noologisch: auf den Geist, das selbständige, aktive, schaffende, sich kosmisch und geschichtlich entwickelnde, in den Kulturgebilden sich betätigende
zurück zum  Buch Handwörterbuch der Philosophie"
Handwörterbuch der Philosophie
Titel
Handwörterbuch der Philosophie
Autor
Rudolf Eisler
Verlag
ERNST SIEGFRIED MITTLER UND SOHN
Ort
Berlin
Datum
1913
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC 3.0
Abmessungen
12.7 x 21.4 cm
Seiten
807
Schlagwörter
Philosophie, Geisteswissenschaften, Objektivismus
Kategorie
Geisteswissenschaften
Web-Books
Bibliothek
Datenschutz
Impressum
Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Handwörterbuch der Philosophie