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und in ihrer Entwicklung, sondern mit dem richtigen Denken als Inbegriff der
Setzung und Anerkennung gültiger Relationen, bzw. mit diesen selbst zu tun
hat; daß die kritisch-normative Betrachtungsweise, welche die Denk- und
Erkenntnismittel am reinen Denkzweck und an der Idee der
prüft und die Erkenntnis (bzw. Erfahrung) auf ihre konstituierenden
ihre „Grundlagen" (nicht Ursachen) analytisch-regressiv zurückführt (s.
nistheorie, Transzendental), über den Gesichtspunkt und die Kompetenz der
Psychologie hinausgeht, welche das Denken und Geistesleben so nimmt,
es sich tatsächlich vollzieht, ohne Kritik, ohne Wertung, ohne
(vgl. Ethik, Soziologie, Rechtsphilosophie, Der
betont die Unabhängigkeit der theoretisch-praktischen Relationen,
Wahrheiten, Werte vom subjektiv-psychischen Erleben, sie haben absolute
(gelten „an sich"), sind „ideale" Gebilde, die gleichsam einem „dritten Reich"
angehören. Der extreme löst zuweilen diese Objekte, Gebilde
Geltungen von der geistiger Aktivität und Zwecksetzung,
deren allgemeingültige, überindividuelle, relativ selbständige Inhalte und
sammenhänge sie auftreten, zu sehr ab, analog der von PLATON zwischen
den Ideen (s. d.) und Erscheinungen behaupteten Trennung
„Denken überhaupt", „Wollen überhaupt", „Werten überhaupt", dem die
soluten" theoretisch-praktischen Geltungen und Werte (s. d.) zugeordnet sind
ohne das sie ihren Sinn nicht haben, ist zu berücksichtigen (vgl.
objektiver, Zweck, Voluntarismus, Objekt).
Als Grundlage der Philosophie betrachtet die Psychologie FRIES, der
den logischen Wert des A priori (s. d.) betont und den Empirismus ablehnt:
nur die Aufzeigung des Apriorischen ist psychologisch (Neue Kritik, 2. A.
f.; vgl. L. NELSON, Die kritische Methode, S. 26 u. die
überhaupt; s. Erkenntnistheorie). Ferner, zum Teil in empiristischer
BENEKE, FEUERBACH U. a., M. DE JOUFFROY, ROSMINI (Ausgang
von der innern Erfahrung des denkenden Ich, Nuovo saggio, § 1465
FOUILLEE, FECHNER, PAULSEN, HEYMANS, F. BRENTANO, WUNDT, LIPPS,
nach dem es aber eine „reine Bewußtseinswissenschaft" gibt (Leitfaden
Psychol.2, 1906, S. 31 f.), H. CORNELIUS, JODL, A. MEINONG, Für die Psycho-
logie u. gegen den Psychologismus in der Werttheorie, Logos III, 1912, KREI-
BIG, STÖHR, DÜRR, KRÜGER U. a.
Psychologisten im engeren Sinne sind (zum Teil) LOCKE,
BERKELEY, HUME, HERDER, BENEKE, J. ST. MILL, E. MACH, AVENARIUS,
H. CORNELIUS, W. JERUSALEM (Der kritische Idealismus, 1905, S. 10, 78),
J. SCHULTZ (Die drei der Erkenntnistheorie, 1907, S. 89), H. VAI-
HINGER (Die Philos. des Als ob, 1911), ZIEHEN, F. C. S. SCHILLER
nismus, 1911; Formal Logic, 1912), JAMES, BERGSON U. a.
Vermittelnd oder gemäßigt lehren WUNDT (vgl. Kleine Schriften, I,
1910), SIGWART, B. ERDMANN, DILTHEY, HEIM (Psychologismus
Antipsychologismus, 1902, S. HÖFFDING, PALAGYI (Der
Psychologisten und Formalisten in der modernen Logik, 1902; Die
Logik auf dem Scheidewege, 1903; Kant u. Bolzano, 1902; vgl.
UPHUES (Einführung in die moderne Logik I, 1901; Zur Krisis in
der Logik, 1903), ELSENHANS (Fries u. Kant, 1906, II, 12 ff.),
(vgl. Gegenstandstheorie), HÖFLER (Sind wir Psychologisten? 1906),
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Handwörterbuch der Philosophie
- Title
- Handwörterbuch der Philosophie
- Author
- Rudolf Eisler
- Publisher
- ERNST SIEGFRIED MITTLER UND SOHN
- Location
- Berlin
- Date
- 1913
- Language
- German
- License
- CC BY-NC 3.0
- Size
- 12.7 x 21.4 cm
- Pages
- 807
- Keywords
- Philosophie, Geisteswissenschaften, Objektivismus
- Category
- Geisteswissenschaften