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Handwörterbuch der Philosophie
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521 und in ihrer Entwicklung, sondern mit dem richtigen Denken als Inbegriff der Setzung und Anerkennung gültiger Relationen, bzw. mit diesen selbst zu tun hat; daß die kritisch-normative Betrachtungsweise, welche die Denk- und Erkenntnismittel am reinen Denkzweck und an der Idee der prüft und die Erkenntnis (bzw. Erfahrung) auf ihre konstituierenden ihre „Grundlagen" (nicht Ursachen) analytisch-regressiv zurückführt (s. nistheorie, Transzendental), über den Gesichtspunkt und die Kompetenz der Psychologie hinausgeht, welche das Denken und Geistesleben so nimmt, es sich tatsächlich vollzieht, ohne Kritik, ohne Wertung, ohne (vgl. Ethik, Soziologie, Rechtsphilosophie, Der betont die Unabhängigkeit der theoretisch-praktischen Relationen, Wahrheiten, Werte vom subjektiv-psychischen Erleben, sie haben absolute (gelten „an sich"), sind „ideale" Gebilde, die gleichsam einem „dritten Reich" angehören. Der extreme löst zuweilen diese Objekte, Gebilde Geltungen von der geistiger Aktivität und Zwecksetzung, deren allgemeingültige, überindividuelle, relativ selbständige Inhalte und sammenhänge sie auftreten, zu sehr ab, analog der von PLATON zwischen den Ideen (s. d.) und Erscheinungen behaupteten Trennung „Denken überhaupt", „Wollen überhaupt", „Werten überhaupt", dem die soluten" theoretisch-praktischen Geltungen und Werte (s. d.) zugeordnet sind ohne das sie ihren Sinn nicht haben, ist zu berücksichtigen (vgl. objektiver, Zweck, Voluntarismus, Objekt). Als Grundlage der Philosophie betrachtet die Psychologie FRIES, der den logischen Wert des A priori (s. d.) betont und den Empirismus ablehnt: nur die Aufzeigung des Apriorischen ist psychologisch (Neue Kritik, 2. A. f.; vgl. L. NELSON, Die kritische Methode, S. 26 u. die überhaupt; s. Erkenntnistheorie). Ferner, zum Teil in empiristischer BENEKE, FEUERBACH U. a., M. DE JOUFFROY, ROSMINI (Ausgang von der innern Erfahrung des denkenden Ich, Nuovo saggio, § 1465 FOUILLEE, FECHNER, PAULSEN, HEYMANS, F. BRENTANO, WUNDT, LIPPS, nach dem es aber eine „reine Bewußtseinswissenschaft" gibt (Leitfaden Psychol.2, 1906, S. 31 f.), H. CORNELIUS, JODL, A. MEINONG, Für die Psycho- logie u. gegen den Psychologismus in der Werttheorie, Logos III, 1912, KREI- BIG, STÖHR, DÜRR, KRÜGER U. a. Psychologisten im engeren Sinne sind (zum Teil) LOCKE, BERKELEY, HUME, HERDER, BENEKE, J. ST. MILL, E. MACH, AVENARIUS, H. CORNELIUS, W. JERUSALEM (Der kritische Idealismus, 1905, S. 10, 78), J. SCHULTZ (Die drei der Erkenntnistheorie, 1907, S. 89), H. VAI- HINGER (Die Philos. des Als ob, 1911), ZIEHEN, F. C. S. SCHILLER nismus, 1911; Formal Logic, 1912), JAMES, BERGSON U. a. Vermittelnd oder gemäßigt lehren WUNDT (vgl. Kleine Schriften, I, 1910), SIGWART, B. ERDMANN, DILTHEY, HEIM (Psychologismus Antipsychologismus, 1902, S. HÖFFDING, PALAGYI (Der Psychologisten und Formalisten in der modernen Logik, 1902; Die Logik auf dem Scheidewege, 1903; Kant u. Bolzano, 1902; vgl. UPHUES (Einführung in die moderne Logik I, 1901; Zur Krisis in der Logik, 1903), ELSENHANS (Fries u. Kant, 1906, II, 12 ff.), (vgl. Gegenstandstheorie), HÖFLER (Sind wir Psychologisten? 1906),
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Handwörterbuch der Philosophie
Titel
Handwörterbuch der Philosophie
Autor
Rudolf Eisler
Verlag
ERNST SIEGFRIED MITTLER UND SOHN
Ort
Berlin
Datum
1913
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC 3.0
Abmessungen
12.7 x 21.4 cm
Seiten
807
Schlagwörter
Philosophie, Geisteswissenschaften, Objektivismus
Kategorie
Geisteswissenschaften
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