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Handwörterbuch der Philosophie
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Seele. 2, 404 a 1 ff.). Die S. besteht aus den feinsten, beweglichen, runden welche den Feueratomen gleichen und den ganzen Körper durchdringen (1. c. I 2, 404 a 1 ff.). Ähnlich lehren später die Epikureer, nach welchen die etwas Luftartiges enthält (Diog. Laert. X, 63 ff.; LUCREZ, De rerum III, 161 ff.). — Als „Harmonie" des Leibes bestimmen die goreer die Seele (Aristot., De anima I 4, 407 b 27 ff.), auch als sich selbst wegende Zahl (1. c. I 2, 404 b 27; Stob. I, 794: ALKMAION; vgl. 'Aristot., De anima I 2, 18 ff.); so auch XENOKRATES (Stob. Eclog. 862). Eine Harmonie ist die S. nach DIKAEARCH (Stob. Eclog. I, 796), „Stimmung" (intentio) des nach ARISTOXENOS (CICERO, disput. I, 10, 20). Nach den Stoikern ist die S. ein Ausfluß der lichen Weltseele (s. d.) oder des alles durchdringenden „Pneuma" (s. d.). ist das uns eingeborene Pneuma (xb nvevpia, Diog. Laert. 156), eine Art ätherisches Feuer (vgl. CICERO, De natura deorum III, 14, nvevpia Diog. L. VII, 157). Immateriell ist die S. nach PLATON. S. ist Lebensprinzip xov Cratylus D), besteht aus einem Unteilbaren und Teilbaren; ersteres hat sie Teil an den „Ideen" (s. d.), in deren sie vor der war (s. Präexistenz) und mit denen sie verwandt ist (vgl. Theaet. 35 A; 245). Der Leib ist der Kerker der S. 400; Phaedr. 247 c, 250). Die S. ist unkörperlich, aber sich selbst und ihren Leib bewegend hat drei „Teüe" (s. vermögen). Immateriell, aber mit dem Leibe ver- bunden (trennbar ist nur der Geist, s. d.) ist die S. nach ARISTOTELES, der als „Form" (s. d.) des Organismus, als „Entelechie" (s. d.), als sich selbst verwirk- lichendes Prinzip des Lebens und Bewußtseins, als die Kraft zur Lebens- Bewußtseinstätigkeit, welche die „Funktionsverwirklichung" organischer Po- tenzen ist, bestimmt. S. ist die „erste Entelechie eines Körpers" e'xovxog, De anima II 1, 412 a 412 b 4). Sie ist Ursache und Prinzip des lebenden das, wodurch wir leben, empfinden und denken (1. c. II 1, 12 f.; 415b 8). In den Pflanzen ist sie nur vegetative Seele in den Tieren auch be- gehrend, und bewegend, im Menschen kommt „von außen" der Geist (s. d.), die Vernunftseele hinzu, welche allein vom trennbar, unsterblich ist (1. c. II 2, 30 ff.; II 2, 413 b 26). aus Lampsakos bindet auch den Geist an den Leib, durch dessen Tätigkeiten Seele bedingt ist, deren Funktionen „Bewegungen" sind ad Phys. f. 225). Mehr im Sinne PLATONS fassen die S. auf PHILON (Opera, 1896 ff.),. nach welchem die S. ein Sprößling der Weltseele (s. d.) und eine „Emanation" (s. d.) des göttlichen „Einen" ist; die S. ist immaterielle Sub- stanz, einfach, nur hinsichtlich des Leibes, den sie umfaßt und durchdringt — der Leib ist in der Seele, nicht die Seele im Leibe — geteilt; der Leib ist Organ (Ennead. IV, 2 ff.). Immateriell ist die S. auch nach PORPHYR (Stob. I, 818), PROKLUS theol. 15), PLUTARCH von U. a. Die Tendenz, die Seele als aus einer Art feinsten Stoffes bestehend zu denken, macht sich wieder im frühen Mittelalter geltend. So bei dem von den Stoikern beeinflußten Patristiker nach welchem die S. aus- gedehnt, gestaltet, mit Organen versehen, ein den Leib
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Handwörterbuch der Philosophie
Title
Handwörterbuch der Philosophie
Author
Rudolf Eisler
Publisher
ERNST SIEGFRIED MITTLER UND SOHN
Location
Berlin
Date
1913
Language
German
License
CC BY-NC 3.0
Size
12.7 x 21.4 cm
Pages
807
Keywords
Philosophie, Geisteswissenschaften, Objektivismus
Category
Geisteswissenschaften
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