Page - 591 - in Handwörterbuch der Philosophie
Image of the Page - 591 -
Text of the Page - 591 -
Seelenblindheit — Seelensitz.
THAL, Einleit. in die Psychol., 1881; VAIHINGER, Die Philos. des Als ob, 1911 (die-
S. als System organisch-zielstrebiger Funktionen); KROELL, Der Aufbau
menschlichen S. 1900; G. STOSCH, Die S. und ihre 1898; E. HANS-
PAUL, Die Seelentheorie u. die Gesetze des natürlichen Egoismus u. der
passung, 1899; P. KRONTHAL, Über den Seelenbegriff, 1905; Nerven u. Seele,.
W. SCHMIDT, Der Kampf um die S., G. BÜTTNER, Das Wesen der
1910; H. BORUTTAU, Leib und Seele, 1911; E. BECHER, Gehirn U. Seele, 1911;
HÖFFDING, Der menschliche Gedanke, J. E. ALAUX, de
humaine, 1896; et le corps, 1906; A. L'äme et le
1905; SYME, The Soul, 1903; P. CARUS, The Soul of Man, 1891;
1911; L. GILBERT, Neue Energetik, 1911 (D. S. als „Psychie", d. h. als Kor-
relat zur Energie); G. MARTIUS, Leib u. Seele, 1910. — Vgl. Geist, Psychisch,,
Bewußtsein, Weltseele, Ich, Subjekt, Pflanzenseele, Kreatia-
Psychoid, Ätherleib, Tierpsychologie, Energie, Parallelismus,
wirkung, Leib, Unsterblichkeit, Leben, Diätetik.
(und Seelentaubheit) ist die pathologische Unfähig-
keit, einen sinnlich wahrgenommenen (gesehenen bzw. gehörten) Gegenstand
erkennen und zu benennen, mangels Hemmungen der Reproduktionen, der
Funktionen des Wiedererkennens (s. d.). VgL KÜLPE, Grundr. d.
1893, S. f.; BERGSON, et memoire6, 1910.
s. Psychosen. Vgl. ZIEHEN, Psychiatrie4,
ist jetzt nicht mehr als Ort zu denken, an dem sich
Seele befindet und von dem aus sie auf den Leib wirkt, sondern als das phy-
siologische Korrelat des Psychischen, gegeben im organischen Leib als
zentralisiert bei den höheren Tieren in einem zur Rezeption, Fortleitung und
Verarbeitung (Koordinierung) von Eindrücken Nervensystem,
besondere in einem Zentralnervensystem und zuhöchst in der
substanz des Großhirns, in welchem das zentrale Seelenleben sich auch in
seiner äußeren Erscheinungsform zentralisiert hat, so daß es, ohne
„Produkt" des Gehirns zu sein, empirisch an den Bestand und die
Arbeit eines solchen gebunden erscheint (vgl. Psychisch, Seele,
theorie, Leib). Die Lokalisation der psychischen Funktionen besteht in
Bindung von Zusammenhängen solcher an bestimmte Partien des Gehirns
deren Zusammenwirken, deren Funktionen bestimmten peripherischen
tungen des Körpers zugeordnet sind (vgl. WUNDT, Grdz. d. physiol.
I5, 1903, 341 ff.; EBBINGHAUS, Abriß der Psychol.2, 1909; FLECHSIG, Gehirn
u. Seele11, 1910; Die Lokalisation der geistigen Vorgänge, 1896; HITZIG,
und Neues über das Gehirn, 1903; B. HOLLÄNDER, Die Lokalisation der
psychischen Tätigkeiten im Gehirn, 1909; J. SOURY, Les fonctions du cerveau,
1890; BERGSON, et memoire6, 1910). Es gibt Zentren für
das Sehen (Vier- und Sehhügel, Okzipitalhirn), Hören u. a.
Ins Blut verlegten den S. die (Aristot., De anima I,
ins Herz die (vielleicht schon ins Hirn), ARISTOTELES (De partib.
II, 10; De sens. 3), die Stoiker (das Diogen. Laert. VII,
159), (1. c. X, 66, auch nur die Vernunftseele). In den Kopf
legt PLATON den denkenden Teil der Seele, den „mutigen" in die
den begehrenden in den Unterleib 73 D, 77 B, Republ. 435 B).
back to the
book Handwörterbuch der Philosophie"
Handwörterbuch der Philosophie
- Title
- Handwörterbuch der Philosophie
- Author
- Rudolf Eisler
- Publisher
- ERNST SIEGFRIED MITTLER UND SOHN
- Location
- Berlin
- Date
- 1913
- Language
- German
- License
- CC BY-NC 3.0
- Size
- 12.7 x 21.4 cm
- Pages
- 807
- Keywords
- Philosophie, Geisteswissenschaften, Objektivismus
- Category
- Geisteswissenschaften