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Handwörterbuch der Philosophie
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Seelenblindheit — Seelensitz. THAL, Einleit. in die Psychol., 1881; VAIHINGER, Die Philos. des Als ob, 1911 (die- S. als System organisch-zielstrebiger Funktionen); KROELL, Der Aufbau menschlichen S. 1900; G. STOSCH, Die S. und ihre 1898; E. HANS- PAUL, Die Seelentheorie u. die Gesetze des natürlichen Egoismus u. der passung, 1899; P. KRONTHAL, Über den Seelenbegriff, 1905; Nerven u. Seele,. W. SCHMIDT, Der Kampf um die S., G. BÜTTNER, Das Wesen der 1910; H. BORUTTAU, Leib und Seele, 1911; E. BECHER, Gehirn U. Seele, 1911; HÖFFDING, Der menschliche Gedanke, J. E. ALAUX, de humaine, 1896; et le corps, 1906; A. L'äme et le 1905; SYME, The Soul, 1903; P. CARUS, The Soul of Man, 1891; 1911; L. GILBERT, Neue Energetik, 1911 (D. S. als „Psychie", d. h. als Kor- relat zur Energie); G. MARTIUS, Leib u. Seele, 1910. — Vgl. Geist, Psychisch,, Bewußtsein, Weltseele, Ich, Subjekt, Pflanzenseele, Kreatia- Psychoid, Ätherleib, Tierpsychologie, Energie, Parallelismus, wirkung, Leib, Unsterblichkeit, Leben, Diätetik. (und Seelentaubheit) ist die pathologische Unfähig- keit, einen sinnlich wahrgenommenen (gesehenen bzw. gehörten) Gegenstand erkennen und zu benennen, mangels Hemmungen der Reproduktionen, der Funktionen des Wiedererkennens (s. d.). VgL KÜLPE, Grundr. d. 1893, S. f.; BERGSON, et memoire6, 1910. s. Psychosen. Vgl. ZIEHEN, Psychiatrie4, ist jetzt nicht mehr als Ort zu denken, an dem sich Seele befindet und von dem aus sie auf den Leib wirkt, sondern als das phy- siologische Korrelat des Psychischen, gegeben im organischen Leib als zentralisiert bei den höheren Tieren in einem zur Rezeption, Fortleitung und Verarbeitung (Koordinierung) von Eindrücken Nervensystem, besondere in einem Zentralnervensystem und zuhöchst in der substanz des Großhirns, in welchem das zentrale Seelenleben sich auch in seiner äußeren Erscheinungsform zentralisiert hat, so daß es, ohne „Produkt" des Gehirns zu sein, empirisch an den Bestand und die Arbeit eines solchen gebunden erscheint (vgl. Psychisch, Seele, theorie, Leib). Die Lokalisation der psychischen Funktionen besteht in Bindung von Zusammenhängen solcher an bestimmte Partien des Gehirns deren Zusammenwirken, deren Funktionen bestimmten peripherischen tungen des Körpers zugeordnet sind (vgl. WUNDT, Grdz. d. physiol. I5, 1903, 341 ff.; EBBINGHAUS, Abriß der Psychol.2, 1909; FLECHSIG, Gehirn u. Seele11, 1910; Die Lokalisation der geistigen Vorgänge, 1896; HITZIG, und Neues über das Gehirn, 1903; B. HOLLÄNDER, Die Lokalisation der psychischen Tätigkeiten im Gehirn, 1909; J. SOURY, Les fonctions du cerveau, 1890; BERGSON, et memoire6, 1910). Es gibt Zentren für das Sehen (Vier- und Sehhügel, Okzipitalhirn), Hören u. a. Ins Blut verlegten den S. die (Aristot., De anima I, ins Herz die (vielleicht schon ins Hirn), ARISTOTELES (De partib. II, 10; De sens. 3), die Stoiker (das Diogen. Laert. VII, 159), (1. c. X, 66, auch nur die Vernunftseele). In den Kopf legt PLATON den denkenden Teil der Seele, den „mutigen" in die den begehrenden in den Unterleib 73 D, 77 B, Republ. 435 B).
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Handwörterbuch der Philosophie
Titel
Handwörterbuch der Philosophie
Autor
Rudolf Eisler
Verlag
ERNST SIEGFRIED MITTLER UND SOHN
Ort
Berlin
Datum
1913
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC 3.0
Abmessungen
12.7 x 21.4 cm
Seiten
807
Schlagwörter
Philosophie, Geisteswissenschaften, Objektivismus
Kategorie
Geisteswissenschaften
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