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792 Zusammenhang — Zweck.
1894; S. ff.; LIPPS, Ethische 1905, S. 248 ff.;
Moralphilosophie, 1888, S. 278 ff.; J. HOPPE, Die Zurechnungsfähigkeit,
RÜMELIN, Reden u. Aufsätze, 1875 ff.; E. LAAS, Vierteljahrsschr. f. wissensch.
Philos. V, 1881; VI, 1884; HEYMANS, 1. c. VII, 1883; VIII, 1884; WINDEL-
BAND, Präludien3, 1907, S. 314; SIMMEL, Einleit. in die
1904, II, 212 ff.; KELSEN, Die Grenzen zwischen juristischer und soziologischer
Methode, 1911; F. W. FOERSTER, Willensfreiheit u. sittliche Verantwortlichkeit,
1898, S. 50 f.; FOREL, Über die Zurechnungsfähigkeit des normalen
1904; L. KUHLENBECK, Der Schuldbegriff, 1892; TH. DESDOUITS, La
morale, 1896; H. Free Will and human Responsibility, 1912;
H. KELSEN, Hauptprobleme der Staatsrechtslehre, 1911; M. OFFNER, Z.
u. Verantwortung, 1904; Willensfreiheit, Zurechnung u. Verantwortung, 1904
(Zurechnungsfähigkeit ist „der Zustand eines Menschen, in welchem er
wollend und handelnd so betätigen kann, wie es in seiner wahren Natur,
seinem Charakter liegt"; die Verantwortlichkeit eines Menschen besteht „in
der Möglichkeit, daß er, falls sein eigenes Handeln oder das von ihm abhängige
Handeln anderer als gewissen von ihm freiwillig oder gezwungen anerkannten
Forderungen widersprechend und berechtigte Erwartungen enttäuschend be-
trachtet wird, von dem enttäuschten Vertreter jener Forderungen . . . genötigt
wird, vor ihm oder seinem Stellvertreter den Nachweis zu liefern, daß jene
Handlung in Wahrheit jenen Forderungen nicht widerspricht und die berech-
tigten Erwartungen nicht enttäuscht hat, so daß die Vorwürfe, Entrüstung,
die Empörung nicht begründet sind"); VAIHINGER, Die Philos. des Als ob2,
1913. — Vgl. Willensfreiheit, Sollen, Verbrechen, Recht, Norm.
Zusammenhang s. Einheit, Denken, Erkenntnis, A priori, Volun-
tarismus, Synthese, Kausalität, Zweck, Wert (MÜNSTERBERG).
Zustand (nd'&og, passio, modus) ist ein leidentlich (reaktives) Verhalten,
eine Bestimmtheit, die etwas eine gewisse Zeit hindurch annimmt. VgL
ARISTOTELES, Metaphys. V 21, 1022 b CHR. WOLFF, Gedanken
von Gott . . . I, § WUNDT, Logik I, 3. A. 1908. — Vgl. Affektion,
Modus, Eigenschaft.
sbewußtsein (Gefühle, Affekte u. dgl.) unterscheiden
Gegen Standsbewußtsein LIPPS, REHMKE U. a.
Zustimmung s. Synkatathesis, Urteil, Beifall, Anerkennung.
Zwang s. Notwendigkeit, Willensfreiheit, Recht. Vgl. H.
Psychol. des Willens, 1900, S. 1 ff. (Natur- und Normzwang).
Zwangsvorstellungen sind Vorstellungen, Ideen, welche als
abnorm erkannt werden, aber trotzdem ihre Herrschaft im Bewußtsein be-
haupten, nicht zu unterdrücken sind. Vgl. WESTPHAL, Zeitschr. f. Psychiatrie
III; STÖRRING, Psychopathologie, 1900, S. ff.; KRAEPELIN, Psychiatrie8,
1909 ff.; FAUSER, Zur allgemeinen Psychopathologie der Zwangsvorstel-
lungen, 1908; LOEWENFELD, Die psychischen Zwangserscheinungen, 1904.
(xeXog, finis, „Zweck" in der jetzigen Bedeutung seit J. BÖHME)
bedeutet vor allem „Zielpunkt" und ist als solcher ursprünglich auf eine
Willenstätigkeit bezogen, die auf etwas, ein Ziel eingestellt, „gerichtet" ist.
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Handwörterbuch der Philosophie
- Title
- Handwörterbuch der Philosophie
- Author
- Rudolf Eisler
- Publisher
- ERNST SIEGFRIED MITTLER UND SOHN
- Location
- Berlin
- Date
- 1913
- Language
- German
- License
- CC BY-NC 3.0
- Size
- 12.7 x 21.4 cm
- Pages
- 807
- Keywords
- Philosophie, Geisteswissenschaften, Objektivismus
- Category
- Geisteswissenschaften