Page - 187 - in Sportfunktionäre und jüdische Differenz - Zwischen Anerkennung und Antisemitismus – Wien 1918 bis 1938
Image of the Page - 187 -
Text of the Page - 187 -
Profifußball: Massensport oder elf bezahlte Gladiatoren? 187
Abb.49:Hakoah-Sektionsleiter Artur Baar muss aufgrund von Abwanderung in die USA sein
Team mit „speziellen“ Juden auffüllen (Illustriertes Sportblatt, 17. 7. 1926).
sich inder Frageumdie Spielberechtigungausländischer Spieler in derMeis-
terschaft zeigte. Die bürgerliche unddeutschnationale Presse hatte trotz ihrer
auf die Beschränkung der Zahl an „Legionären“ abzielenden Argumentation
damitwenigerProbleme,wennetwadas Illustrierte SportblattdenStandpunkt
der zionistischenWienerMorgenzeitung teilte: Diese stehe „auf demganz be-
greiflichen jüdischnationalen Standpunkt, nachdem ein Jude, gleichgültig in
welchemLander sich staatsbürgerlichbetätigt, Judebleibt und infolgedessen
den Juden in einem anderen Land kein Fremder sein. Dieser Standpunkt hat
natürlich seineBerechtigung.“16
Aber auch der ÖFB konzedierte die Einrichtung eines eigenen jüdischen
Unterverbandes innerhalb des (nationalen) österreichischen Verbandes. Für
die Arbeiter-Zeitung hingegen war die Hakoah simpel eine „Ausländermann-
16 Illustriertes Sportblatt, (25. 3. 1922) 2.
back to the
book Sportfunktionäre und jüdische Differenz - Zwischen Anerkennung und Antisemitismus – Wien 1918 bis 1938"
Sportfunktionäre und jüdische Differenz
Zwischen Anerkennung und Antisemitismus – Wien 1918 bis 1938
- Title
- Sportfunktionäre und jüdische Differenz
- Subtitle
- Zwischen Anerkennung und Antisemitismus – Wien 1918 bis 1938
- Authors
- Bernhard Hachleitner
- Matthias Marschik
- Georg Spitaler
- Publisher
- De Gruyter Open Ltd
- Location
- Berlin
- Date
- 2019
- Language
- German
- License
- CC BY 4.0
- ISBN
- 978-3-11-055331-4
- Size
- 15.5 x 23.0 cm
- Pages
- 376
- Categories
- Geschichte Nach 1918