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256 9 (Sport-)Netzwerke
Abb.62:Eine der letzten Mitropacupsitzungen im ÖFB-Verbandsheim in der Wiener
Berggasse. V.l.n.r. Fischer (Ungarn), Kopolla[?] (Italien), Prof. Pelikan (Tschechoslowakei),
Dr. Gerö, Mauro (Italien), Dr. Fodor (Ungarn), Ing. Barassi, Hugo Meisl, stehend
Gewerkschaftssekretär Petru, Gewerkschaftssekretär Kenyeres (VGA/Wiberal).
schenFußballexpertenHerbertChapmanreichte,derPatenonkelundNamens-
geber von Meisls Sohn Herbert war. Ebenso reichten seine Kontakte in die
Schweiz.Nachseiner schwerenErkrankungwarenes„SchweizerFreundeund
Gönner“, die ihm eine Kur in Arosa nahelegten und auch ermöglichten. Die
Anreise erfolgte nicht zufällig über Zürich, woMeisl einen weiteren Freund,
den Schweizer Verbandspräsidenten Jakob Schlegel, besuchte. Meisl scheute
sich auch nicht, seine Netzwerke für andere zu aktivieren: Immer wieder
sprang er ein,wennesdarumging, denWienerKlubs zuTourneen zuverhel-
fen. Als die Austria 1930/31 praktisch bankrott war, organisierte Meisl eine
Hilfsaktion. Der Präsident vonGrasshoppers Zürich,Willy Escher, ein Freund
Meisls, sprangmit „mindestens 14.000 Schilling Soforthilfe ein und [erhielt]
dafür das goldeneEhrenzeichendesÖFB“.88
88 Hafer,Hafer,Meisl, 125.
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Sportfunktionäre und jüdische Differenz
Zwischen Anerkennung und Antisemitismus – Wien 1918 bis 1938
- Title
- Sportfunktionäre und jüdische Differenz
- Subtitle
- Zwischen Anerkennung und Antisemitismus – Wien 1918 bis 1938
- Authors
- Bernhard Hachleitner
- Matthias Marschik
- Georg Spitaler
- Publisher
- De Gruyter Open Ltd
- Location
- Berlin
- Date
- 2019
- Language
- German
- License
- CC BY 4.0
- ISBN
- 978-3-11-055331-4
- Size
- 15.5 x 23.0 cm
- Pages
- 376
- Categories
- Geschichte Nach 1918