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Abb.64:Begräbnis von Hugo Meisl 1937: Trauergäste vor dem jüdischen Teil des Wiener
Zentralfriedhofs, darunter u.a. Josef Gerö (Mitte), Präsident des Wiener Fußballverbandes,
und Hans Hierath (Rapid, 4. v.l.) (VGA/Wiberal).
war oder auch den politischen Verhältnissen – alle drei waren im Austrofa-
schismusgut etabliert, auchwennsichEberstaller später alsNationalsozialist
entpuppen sollte und auch Howorka sich 1938 als „Illegaler“ darstellte103 –
lässt sichnicht eindeutig beantworten.
DieengeVerbindungmussaber schonweiter zurückgehen,vermutlichbis
ins Kriegspressequartier, in demHoworka ab Jänner 1918 in der „redaktionel-
lenGruppe“ tätigwar.104 Des öfterenhatteMeisl im JournalistenHoworka ei-
nenFürsprecher. Sohatte erMeisl als einziger Journalist nachderNiederlage
gegen die Schweiz im Jahr 1925 verteidigt.105Meisl war damals nicht nur aus
sportlichenGründen,sondernauch imZugederAuseinandersetzungzwischen
Arbeitersport und bürgerlichem Sport massiv angegriffenworden. ImGegen-
satz zu Meisl stand Howorka dem Sportklub Rapid nahe: Er verfasste einen
103 Rosenberg,Spitaler, Grün-weiß, 90f.
104 Reichel, Pressearbeit, 193.
105 Vgl.Hafer,Hafer,Meisl, 214.
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Sportfunktionäre und jüdische Differenz
Zwischen Anerkennung und Antisemitismus – Wien 1918 bis 1938
- Title
- Sportfunktionäre und jüdische Differenz
- Subtitle
- Zwischen Anerkennung und Antisemitismus – Wien 1918 bis 1938
- Authors
- Bernhard Hachleitner
- Matthias Marschik
- Georg Spitaler
- Publisher
- De Gruyter Open Ltd
- Location
- Berlin
- Date
- 2019
- Language
- German
- License
- CC BY 4.0
- ISBN
- 978-3-11-055331-4
- Size
- 15.5 x 23.0 cm
- Pages
- 376
- Categories
- Geschichte Nach 1918