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Nach 1918
Sportfunktionäre und jüdische Differenz - Zwischen Anerkennung und Antisemitismus – Wien 1918 bis 1938
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Jüdischer Sport nach dem „Anschluss“ an das Deutsche Reich 277 tretung des Makkabi Weltverbands, vereint,52 der 1936 2.927 SportlerInnen zählte, davoneinDrittel (1.020)Frauen.53DemGebotderMitgliedschaft inder ÖSTFbeugtensichdie jüdischenSportklubsnurzögerlich.54DieMehrzahldie- serVereine, darunter dieMakkabi-Sportklubs, dieHakoah-Vereinsgruppeoder dieVereineHaganahundHapoelHechadaschwurdenzwischen1918und1938 (zumindest zeitweise) vonder IKG subventioniert, die für denSportbetrieb im Sommer etwa auch eine Spielwiese der Kultusgemeinde imWiener Augarten zurVerfügung stellte.55 Während die jüdischen Sportvereine im Zeitraum zwischen 1933/34–1938 weitgehendunbehelligt gebliebenwaren,bedeuteteder „Anschluss“ zunächst ihren sofortigen Ausschluss aus dem laufenden Sportbetrieb.56 Bereits am 14.März 1938,nochvorderEinrichtungdesStillhaltekommissars, verfügteder Landesleiter der NSDAPÖsterreich, Hubert Klausner,57 dass neben der Auflö- sung der katholischen christlich-deutschen Turnerschaft Juden und Jüdinnen aus allenVerbänden sofort auszuscheiden seien; zudemwürden rein jüdische Verbände der (D)ÖSTF nicht angehören. Weiters wurde bestimmt, dass die 52Wiener Stadt- und Landesarchiv (WStLA) 1.3.2.119.A32, Zl. 5533/25. Die Benennung mit obenangegebenemNamenerfolgte 1925, davor hatte sichdie ursprünglich 1912 beschlossene und 1913 vereinsrechtlich begründeteVereinigung zunächst als „2. Kreis (Westösterreich) der jüdischenTurnerschaft inWien“,ab1919als„KreisDeutschösterreichder jüdischenTurn-und Sportvereine inWien“bezeichnet. ZudenVereinensieheweiter: IgnazHermannKörner, Lexi- kon jüdischer Sportler in Wien. 1900–1938. Hg. u. ed. von Marcus G. Patka im Auftrag des Jüdischen Museums Wien (Wien 2008) 206f.; O.V., Die Makkabi-Bewegung in Oesterreich (Schluss). In: Nachrichtenblatt des Schwimmklubs „Hakoah“ Nr.326 (15.5.​ 1937) 1; weiters: Duizend-Jensen, Gemeinden, 48f.; MatthiasMarschik, Von jüdischen Vereinen und „Juden- clubs“. Organisiertes Sportleben um die Jahrhundertwende. In: Adunka, Lamprecht, Traska (Hg.), JüdischesVereinswesen, 225–244, hier 235; sowieKapitel 4. 53 ÖStA,AdR,ZNsZStikoWien,31-N14,Mitgliederstatistikdes JüdischenTurn-undSportver- bandesÖsterreichs im„Makkabi-Weltverband“vom30. 6. 1936. 54 Vgl. exemplarisch den Akt zum Schwimmklub Hakoah: Im Juli 1936 war der Verein der ÖSTFnochnicht beigetreten.WStLA 1.3.2.119.A32, Zl. 2436/27. 55 DieNeueWelt, Nr.43 (1928) 10; Bericht der IsraelitischenKultusgemeindeWienüber die Tätigkeit inderPeriode1925–1928(Wien1928)17,33;Berichtder IsraelitischenKultusgemeinde Wien über die Tätigkeit in der Periode 1929–1932 (Wien 1932) 31, 34; Bericht des Präsidiums unddes Vorstandes der IsraelitischenKultusgemeindeWienüber die Tätigkeit in den Jahren 1933–1936 (Wien 1936) 43. Subventioniert wurden auch zahlreiche andere Einrichtungenwie (Bibel-)Schulen, Studentenvereineoder Jugendgruppen. 56 JohnBunzl, HakoahWien. In: DanDiner, Enzyklopädie jüdischer Geschichte undKultur, Band2 (Stuttgart 2012) 507–509, hier 507;Marschik, Turnen, 382. 57 O.V., Klausner Hubert. In: Österreichisches Biographisches Lexikon 1815–1950, Band 3 (Wien 1965) 372; Jagschitz, Bewegung, 92f.; ÖStA,AdR, ZNsZStikoWien, 31-N 2.
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Sportfunktionäre und jüdische Differenz Zwischen Anerkennung und Antisemitismus – Wien 1918 bis 1938
Title
Sportfunktionäre und jüdische Differenz
Subtitle
Zwischen Anerkennung und Antisemitismus – Wien 1918 bis 1938
Authors
Bernhard Hachleitner
Matthias Marschik
Georg Spitaler
Publisher
De Gruyter Open Ltd
Location
Berlin
Date
2019
Language
German
License
CC BY 4.0
ISBN
978-3-11-055331-4
Size
15.5 x 23.0 cm
Pages
376
Categories
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