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Nach 1918
Sportfunktionäre und jüdische Differenz - Zwischen Anerkennung und Antisemitismus – Wien 1918 bis 1938
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298 10 Nach dem „Anschluss“ der Holztribüne vorgenommenworden sein.170 Im Frühjahr 1942 galt der ge- samteKomplexalsmassivbaufällig;171eineSanierungfandnichtstatt.Bis1945 wurdeder Sportplatz zunächst durchdenBauvonmilitärischenAnlagen, un- ter anderem von Flakstellungen, und danach durch seine Nutzung als An- schüttungsareal völlig verwüstet.172 Als Erich Sinai im Jahr 1947 nachWien zurückkehrte, gab es daher in der Krieau „nichtsmehr, was der altenAnlage ähnlich sah“.173 Aus verschiedenenGründen erfolgte keineRestitution des demSportklub 1938 entzogenen Bestandsrechts am Sportplatz (das Pachtrecht) und der Aufbauten im Eigentum des SC Hakoah an den bereits 1945 rekonstituierten Verein.174 Ursächlich dafür waren zunächst die nachhaltige Verwüstung der Sportstätte,mangelndeGeldmitteldesVereins,dasFehlenvonGroßfeld-Mann- schaftssportartenunddiedezimierteMitgliederzahlsowieauchfehlendestaat- liche, vor allem rechtliche und finanzielle Unterstützung.175 Erst 2001 wurde die Hakoah Teil des bilateralen Entschädigungsabkommens „Washington Agreement“. Der Verein erhielt in der Folge ein Pachtgrundstück restituiert, das sich im Bereich der alten Sportstätte befindet, und es wurde ein neues Sportzentrums finanziert, das 2008eröffnetwerdenkonnte.176 CaseStudy: „Der Judesoll zahlen.“ DieWienerAustria imMärz 1938 Georg Spitaler Im Juni 1945 berichtete das Neue Österreich, Emanuel „Michl“ Schwarz, der populäre ehemaligePräsidentderWienerAustria, habedieVertreibungdurch 170 Betz, Platzeröffnung, 168–171. ZumHockeyfeldvgl.WienerMittagsausgabeNeuesWiener Tagblatt (16. 2.​ 1939) 7; zudenReichssportkämpfenvgl.DasKleineVolksblatt (30.5.​ 1942) 9. 171 Betz,Platzeröffnung,170f.;ÖStA,AdR,ZNsZStikoWien,31-N6:SchreibenderGemeinde- verwaltungdesReichsgauesWien, 15.4.​ 1942. 172 Vgl.Betz, Platzeröffnung, 170 sowieAbb.28 (Bildteil 1). 173 JohnBunzl imGesprächmit ErichSinai. In:Bunzl,Hoppauf, 160. 174 ZurWiedererrichtungderHakoah1945vgl.StefanieLucas, „…derersteundeinzigeSam- melpunkte für all die Entwurzelten.“DieWiederbelebungdes SCHakoah inder erstenNach- kriegsdekade. In:Betz,Löscher,Schölnberger (Hg.), „...mehr als einSportverein“, 185–206. 175 Betz, Platzeröffnung, 171. 176 Vgl. www.hakoah.at;Betz, Platzeröffnung, 171;Betz, Neid, 98–100; David Forster,Georg Spitaler, Der geraubte Platz. Der langeWeg zur Restitution derHakoah-Sportstätte imPrater. In:SusanneHeleneBetzMonikaLöscher,PiaSchölnberger (Hg.), „...mehralseinSportverein“. 100 JahreHakoahWien 1909–2009 (Innsbruck/Wien/Bozen 2009) 207–223.
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Sportfunktionäre und jüdische Differenz Zwischen Anerkennung und Antisemitismus – Wien 1918 bis 1938
Title
Sportfunktionäre und jüdische Differenz
Subtitle
Zwischen Anerkennung und Antisemitismus – Wien 1918 bis 1938
Authors
Bernhard Hachleitner
Matthias Marschik
Georg Spitaler
Publisher
De Gruyter Open Ltd
Location
Berlin
Date
2019
Language
German
License
CC BY 4.0
ISBN
978-3-11-055331-4
Size
15.5 x 23.0 cm
Pages
376
Categories
Geschichte Nach 1918
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