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Wirkungsevaluation mobiler Jugendarbeit - Methodische Zugänge und empirische Ergebnisse
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280 Andrea Werdenigg, Hemma Mayrhofer nen untereinander nur begrenzt erfassen lassen, wurde der Einsatz von Netz- werkkarten bei den ergänzenden Interviews als nicht zielführend erachtet. Eine umfassende Literaturrecherche führte zu dem Ergebnis, dass es kei- ne speziellen qualitativen Auswertungsmethoden für die Analyse von Netz- werk-Beziehungen, bei denen keine genaue Information zu den Verbindun- gen der Alteri zur Verfügung steht, gibt. Immer wieder wird auf bereits be- stehende und breit eingesetzte Methoden der qualitativen Auswertung wie z.B. die qualitative Inhaltsanalyse verwiesen (vgl. u.a. Hollstein 2008a; Eit- mann 2002; Straus 2010). In der Folge wurden in einem ersten Schritt basie- rend auf der Netzwerkkarte Stakeholdergruppen bzw. Sektoren erstellt, denen die genannten Personen(-gruppen) zugeteilt wurden. Dann wurde mit einer inhaltsanalytischen Auswertung der Interviews mit den Teams mobiler Ju- gendarbeit und der ergänzenden Gespräche mit NetzwerkpartnerInnen be- gonnen. Entlang induktiv, d.h. aus dem empirischen Material heraus gebilde- ter Auswertungskategorien wurden die einzelnen Passagen des Interviewma- terials den ihnen entsprechenden inhaltlichen Kategorien zugeordnet (vgl. hierzu u.a. Mayring 2008; Schmidt 2004). Bei der Analyse der auf diese Weise nach verschiedenen Inhalten gebün- delten Textabschnitte der Gesprächstranskripte wurde allerdings, wie einlei- tend thematisiert, sukzessive erkennbar, dass sich mit diesem Vorgehen we- nige tatsächliche Wirkungsnachweise gewinnen lassen, sondern vorrangig die Arbeitsweise bzw. Netzwerkarbeit als Mittel mobiler Jugendarbeit erfasst werden können. Die Auswertungen hätten darüber hinaus bei einem gründli- chen, in die Tiefe gehenden Vorgehen in der Analyse deutlich mehr Zeit gekostet als dafür (noch) zur Verfügung stand. Dieses ungünstige Verhältnis zwischen einem relativ hohen Analyseaufwand und ungewissen bzw. erwart- bar geringen Wirkungserkenntnissen ließ schlussendlich von einer umfassen- den Auswertung der erhobenen Daten Abstand nehmen. 14.3 Good Practice: institutionelle Vernetzung auf regionaler Ebene Diese Erfahrungen mit den eingesetzten Methoden der Netzwerkforschung führten dazu, dass das Thema „Austausch und Kooperation im Gemeinwe- sen“ in einem der sechs Workshops zur kooperativen Wissensbildung noch- mals aufgegriffen wurde, der sich dafür als besonders vielversprechend ab- zeichnete: In Workshop 3, zu dem Teammitglieder von BoS 16/17 und rele- vante Stakeholder bzw. KooperationspartnerInnen der Einrichtung aus dem Bezirk eingeladen waren, wurden die TeilnehmerInnen gebeten, gemeinsam eine Vernetzungsinitiative zu reflektieren, die sie als besonders gewinnbrin- gend bzw. gelungen erlebt hatten. Zugleich sollten – falls möglich bzw. zu- treffend – Optimierungspotenziale ausgelotet werden. Hierbei kristallisierte
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Wirkungsevaluation mobiler Jugendarbeit Methodische Zugänge und empirische Ergebnisse
Title
Wirkungsevaluation mobiler Jugendarbeit
Subtitle
Methodische Zugänge und empirische Ergebnisse
Author
Hemma Mayrhofer
Publisher
Verlag Barbara Budrich
Location
Wien
Date
2017
Language
German
License
CC BY-NC-ND 3.0
ISBN
978-3-8474-1130-7
Size
14.8 x 21.0 cm
Pages
378
Keywords
Society & social sciences, Social services & welfare, criminology, Social welfare & social services, Social work
Category
Geisteswissenschaften
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