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Enzyklopädie der slowenischen Kulturgeschichte in Kärnten/Koroška - Von den Anfängen bis 1942, Volume 1: A – I
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415 Geschichtsschreibung Beweisung dass Kärnten den Titel eine Erzherzogtums jerzeit … nach Megiser, Das sechste Buch der Chronik, S. 658 Valvasor, Ehre des Herzogtums Krain (1689, Nachdruck 1877) Kärntner Ständen im Sinne des Landespatriotismus als wichtige These gegen die Zentralisierungstendenzen der herrschenden Habsburger verwendet wurde (Ein- schub im Schwabenspiegel, Liber certarum historiarum von →  Johann von Viktring, De Europa von Eneas Silvius →  Piccolomini). In slowenischer Sprache wird die Geschichte erst- mals im 16. Jh. Thematisiert. Primož →  Trubar schreibt in seinen Artikuli 1562 über die Anfänge der Reformation und lehnt sich dabei an den Aufsatz zum selben Thema von Sleidanus. Doch auch bei Tru- bar, Jurij →  Dalmatin und Adam →  Bohorič sind die Aufzeichnungen über die Vergangenheit des slowe- nischen Raumes größtenteils nur fragmentarisch. Eine G. im Einklang mit den Auffassungen der Humanis- ten wurde einzig in Kärnten/Koroška umgesetzt, wo die Stände mit ihrem Landesbewusstsein sie stützten (Michael Gotthard →  Christalnik, Hieronymus →  Megiser, →  Windische Ideologie). Seit dem 17. Jh. wird dieses Paradigma auch in →  Krain/Kranjska heimisch (Johann Ludwig Schönlebens Carniolia antiqua et nova I, 1681). Auf die Präsentationsstrategie hatte das Barock starken Einfluss (Johann Weikhard →  Valvasor Die Ehre dess Herzogthums Crain, 1689). Martin Bauzer widmete sich der Geschichte des wei- teren Raumes, seine Historia rerum Noricarum et Foroiu- lensium aus den Jahren 1657–1663 wurde erst 1975 in slowenischer Übersetzung gedruckt. Die Autorität der benediktinisch-maurinischen quellenkritischen Historiografie führte im 18. Jh. dazu, dass sich bei den Slowenen eine G. entwickeln konnte, die der damaligen Spitzenhistoriografie in Europa me- thodologisch in nichts nachstand (Markus →  Hansiz, Germania sacra, 3 Bd., 1727–1754). Die Intentionen des Völkerfrühlings (→  preporod) führten auch dazu, dass historiografische Schriften mit patriotischer und national-erweckender Tendenz entstanden. Manche unter ihnen missachteten häufig die Errungenschaf- ten der zeitgenössischen kritischen G. (z. B. die im Manuskript verbliebene Kraynska kronika 1770, 1788 von Marko →  Pohlin). Im Gegensatz dazu begrün- dete der innovative Anton T. →  Linhart mit seinem aufklärerisch-enzyklopädisch angelegten Versuch einer Geschichte von Krain und den übrigen Ländern der süd- lichen Slaven Österreichs (2 Bd., 1788, 1791) auch für die Untersuchung der eigenen, heimischen Geschichte die höchsten wissenschaftlichen Standards. Das Werk reicht in die →  karolingische Zeit zurück und behan- delt als monografische Abhandlung den gesamten Siedlungsraum eines Volkes ohne Rücksicht auf Lan- des- und Staatsgrenzen. Die Rückkehr zum Paradigma der Landesge- schichtsschreibung kennzeichnete die erste Hälfte des 19. Jh.s. Unterstützt wurde diese durch die Gründung des →  Inneroesterreichischen historischen Vereins für Steiermark, Kaernten und Krain (1843), weiters durch spezialisierte Zeitschriften und Museen, die in romantischem Geist das Interesse von Laien an der
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Enzyklopädie der slowenischen Kulturgeschichte in Kärnten/Koroška Von den Anfängen bis 1942, Volume 1: A – I
Entnommen aus der FWF-E-Book-Library
Title
Enzyklopädie der slowenischen Kulturgeschichte in Kärnten/Koroška
Subtitle
Von den Anfängen bis 1942
Volume
1: A – I
Authors
Katja Sturm-Schnabl
Bojan-Ilija Schnabl
Publisher
Böhlau Verlag
Location
Wien
Date
2016
Language
German
License
CC BY-NC 3.0
ISBN
978-3-205-79673-2
Size
24.0 x 28.0 cm
Pages
542
Categories
Geographie, Land und Leute
Kunst und Kultur

Table of contents

  1. Geleitwort von Ana Blatnik, Präsidentin des Bundesrates (Juli – Dezember 2014) 7
  2. Spremna besede Ane Blatnik, predsednice državnega sveta (julij – december 2014) 8
  3. Geleitwort von Johannes Koder 9
  4. Vorwort der Herausgeberin und des Herausgebers 11
  5. Einleitung – slowenische Kulturgeschichte in Kärnten/Koroška 15
  6. Alphabetische Liste der AutorenInnen/BeiträgerInnen im vorliegenden Band 38
  7. Verzeichnis der Siglen 40
  8. Verzeichnis der Abkürzungen und Benutzungshinweise 46
  9. Editoriale Hinweise 51
  10. Lemmata Band 1 A – I 55
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