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Enzyklopädie der slowenischen Kulturgeschichte in Kärnten/Koroška - Von den Anfängen bis 1942, Volume 1: A – I
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Page - 444 - in Enzyklopädie der slowenischen Kulturgeschichte in Kärnten/Koroška - Von den Anfängen bis 1942, Volume 1: A – I

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444 Grafen von Cilli Köstenberg/Kostanje, Grab- stein von Jozi Kokot, Foto Bojan-Ilija Schnabl Am Beispiel der G. von Jožef →  Pogačnik, Pries- ter in Timenitz/Timenica, sowie Valentin →  Božič, Priester in Poggersdorf/Pokrče, zeigt sie deren Bedeu- tung für biografische Forschungen sowie die lokale und regionale →  Geschichtsschreibung. Archive : Narodopisni inštitut Urban Jarnik, Klagenfurt/Celovec. Lit.: ES ; Dehio. – P. Zablatnik : Od zibelke do groba, Ljudska vero- vanja, šege in navade na Koroškem. Celovec 1982, 117 ; A. Feinig : Nagrobni napisi od Šentlenarta do Golšova, Krščanska kulturna zveza (Hg.). Klagenfurt/Celovec 1997 ; M. Stanonik : Nagrobni napisi na slovenskih pokopališčih = Epitaphs in Slovene cemeteries. In : Etnološki in antropološki vidiki preučevanja smrti : mednarodni simpozij, 5.–8. November 1998 = Ethnological and anthropological approaches to the study of death – international symposium 5th-8th November 1998, 63–85 (www.dlib.si/details/URN :NBN :SI :DOC-ZZ1L0ANY) ; M. Žugman Širnik : Nagrobni napisi med slovstveno folkloro in literaturo. In : Slovstvena folkloristika – glasilo Sekcije za zbiranje in raziskovanje slovenske slovstvene folklore. Jg. 3, nr. 2 (Nov. 2004) 83–85 ; T. Ogris : Radiše – Preteklost in sedanjost kraja in njegovih ljudi/Radsberg – Ver- gangenheit und Gegenwart des Ortes und seiner Menschen. Klagenfurt/ Celovec, Wien 2009 ; B.-I. Schnabl : Celovško polje, neznani zaklad os- rednje slovenske kulturne pokrajine, Izsledki enciklopedijskih raziskovanj. In : KK 2013. Celovec 2012, 107–122. Bojan-Ilija Schnabl Grafen von Cilli, slow. Celjski grofje, Dynastie, die ihren Herrschaftsbereich von →  Celje (Cilli) aus dominierte, im 15. Jh. einen großen Teil des slowenischen Territori- ums unter ihrem Szepter hatte und in der europäischen und Balkanpolitik eine prominente Rolle spielte. Die G.  v.  C. entstammen einer Adelsfamilie, die um 1130 erstmals mit dem Beinamen »de Sovne« schrift- lich aufscheint. Ab 1173 nehmen sie als Familienna- men den Vulgonamen ihres Schlosses Sannegg (San- neck, Sonneck, slow. Žovnek) »de Sonekke« an. Ihr allodialer Besitz dehnte sich zunächst über Sannegg hinaus noch auf die Schlösser Schöneck (slow. Šenek), Liebenstein bei Kaplja vas pri Preboldu (dt. St.  Paul bei Pragwald) und Osterwitz (slow. Ojstrica) im öst- lichen Teil der Savinjska dolina (Savinjatal) aus. Sie vergrößerten ihre Besitzungen vor allem in das obere und mittlere Savinjatal, zum Teil über Notariatsrechte an kirchlichen Besitztümern. Seit dem 13. Jh. kommt es zu dynastisch-politischen Eheschließungen mit steirischen Adelsgeschlechtern (Pettau [Ptuj], Mah- renberg [slow. Marenberški in Radlje ob Dravi]) und seit dem 14. Jh. mit serbischen Herrscherhäusern (Branković), die selbst über dynastische Heiraten mit dem byzantinischen Herrscherhaus (Kantskuzenos) und der Pforte (Bajezid I., Murad II.) verschwägert waren. Der gesellschaftliche und politische Aufstieg der G.  v.  C. steigerte sich im 14. Jh. rasch, sie nützten dazu die Habsburger und die mit ihnen rivalisierenden Luxemburger. Im Krieg um die böhmischen Krone, den 1308 die Habsburger mit dem Kärntner Herzog Heinrich von Görz-Tirol führten, standen sie auf der Seite der Habsburger. Sie überließen den Habs- burgern ihren allodialen Besitz als Lehen und erhiel- ten ihn selbst wieder als Lehen zurück. Als die Grafen von Heunburg (Vovbrški grofje) (1322) ausgestorben waren, konnten sie ihren Besitz bis zum Mittellauf der Savinja erweitern. Dieser Landstrich hatte zum Mit- telpunkt Celje, das sie zu ihrer Residenz erhoben. 1336 ergänzten sie ihren Besitz noch mit Laško (dt. Tyffer) als Pfand. Durch Zukäufe begannen sie gleichzeitig ihren Besitz auch nach →  Krain/Kranjska hin zu er- weitern. Dies alles steigerte ihr Ansehen, so dass sie 1341 vom deutschen König Ludwig die Erhebung zu Grafen mit dem Beisatz von Cilli erreichen konnten. Dabei umfasste die Grafschaft nur das Gurker Lehen Lemberg (slow. Lemberg). Der deutsche König Karl IV. aber hob alle zum Schaden der Habsburger erteil- ten Privilegien auf, die sein Vorgänger Ludwig von Baiern ausgefertigt hatte, und so wurde die 1348 er- folgte Erhebung der G.  v.  C. infrage gestellt. Karl  IV. erhob allerdings 1372 die Sannegger wiederum zu Grafen, und zwar mit Celje und dem westlich davon gelegenen Gebiet. In der Folge ging der steile soziale Aufstieg weiter, allerdings entfernten sich die G.  v.  C. zusehends von den Habsburgern. Ihr Aufstieg beruhte auf der verstärkten wirtschaftlichen Macht durch die Geldmittel, die sie sich durch die Feldzüge im Sold der Ungarnkönige Ludwig von Anjou und Sigismund von Luxemburg erworben hatten. Durch diese Feld- züge waren sie auch zu Verbindungen mit den höchs- ten Herrscherdynastien gekommen. Solche dynastische Heiraten waren jene von Wilhelm I. mit Anna, der Tochter des polnischen Königs Kasimir des Gros- sen, sowie jene seiner gleichnamigen Tochter mit dem verwitweten polnischen König Wladyslaw Jagiello (1401). Die G.  v.  C. erreichten als Herrscherhaus ih- ren Höhepunkt unter Hermann  II. Dieser hatte sich mit dem ungarischen König Sigismund verbündet und war nach der Schlacht von Nikopolis 1396 zu um- fangreichen Besitzungen in Ungarn gekommen. Ihre politische Ausrichtung ging von da an vor allem nach Südosten, folglich auch ihre dynastischen Verbindun- gen. Der Sohn von Hermann, Friedrich, heiratete Elisabeth Frankopan, seine Tochter Anna den ungarischen Palatin Nikolaj Gorjanski, seine Toch-
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Enzyklopädie der slowenischen Kulturgeschichte in Kärnten/Koroška Von den Anfängen bis 1942, Volume 1: A – I
Entnommen aus der FWF-E-Book-Library
Title
Enzyklopädie der slowenischen Kulturgeschichte in Kärnten/Koroška
Subtitle
Von den Anfängen bis 1942
Volume
1: A – I
Authors
Katja Sturm-Schnabl
Bojan-Ilija Schnabl
Publisher
Böhlau Verlag
Location
Wien
Date
2016
Language
German
License
CC BY-NC 3.0
ISBN
978-3-205-79673-2
Size
24.0 x 28.0 cm
Pages
542
Categories
Geographie, Land und Leute
Kunst und Kultur

Table of contents

  1. Geleitwort von Ana Blatnik, Präsidentin des Bundesrates (Juli – Dezember 2014) 7
  2. Spremna besede Ane Blatnik, predsednice državnega sveta (julij – december 2014) 8
  3. Geleitwort von Johannes Koder 9
  4. Vorwort der Herausgeberin und des Herausgebers 11
  5. Einleitung – slowenische Kulturgeschichte in Kärnten/Koroška 15
  6. Alphabetische Liste der AutorenInnen/BeiträgerInnen im vorliegenden Band 38
  7. Verzeichnis der Siglen 40
  8. Verzeichnis der Abkürzungen und Benutzungshinweise 46
  9. Editoriale Hinweise 51
  10. Lemmata Band 1 A – I 55
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