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Geographie, Land und Leute
Enzyklopädie der slowenischen Kulturgeschichte in Kärnten/Koroška - Von den Anfängen bis 1942, Volume 1: A – I
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Page - 453 - in Enzyklopädie der slowenischen Kulturgeschichte in Kärnten/Koroška - Von den Anfängen bis 1942, Volume 1: A – I

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453 Grammatik Druckspenden u.a. aus Grafenstein/Grabštanj, KS 21. 1. 1925 Pleteršnikov slovensko- nemški slovar wesen) waren : Karl Schrott (Haidach/Vresje pri Grabštanju), Angela Taušic (Draža vas/Pirk), An- drej Sturm (St. Peter bei Grafenstein/Šentpeter pri Grabštanju), Franciska Dobernig pd. pri Hanzerju, Jozefa Dobernig pd. pri Hanzerju, Karl Dobernig pd. Hanzer, Karl Dobernig pd. Hanzerjev sin (Sand/ Prod pri Grabštanju). Quellen/Archiv : Knjiga hranilnih vlog, Glavna knjiga hranilnih vlog, 200 listov (Einlagenbuch). Ljubljana dne 1. septembra 1910 ; Blagajniški dnevnik, Pomožna knjiga z 99 listom. Ljubljana dne 14. septembra 1910 (Kassabuch der Hranilnica in posojilnica Št. Tomaž, ca. 25,5 x 34 cm, 1910–1931), 96, 97, 100, 103, 137, 147, 159 (Pri- vatarchiv). Grammatik bezeichnet in der Sprachwissenschaft die Systematisierung einer Sprache in Regeln der Laut-, Wort- und Satzlehre. Die erste slowenische G. von Adam →  Bohorič (1520–1598), Arcticae horulae ſucciſivae, de latinocarnio- lana literatura […] [Winterliche Mußestunden, gewid- met der Lateinisch-Krainerischen G. …] (1584), ist gleichzeitig eine der ersten gedruckten G. überhaupt. Mit der Beschreibung der slowenischen Sprache auf zeitgenössischem philologischem Niveau weist ihr der Autor einen prominenten Platz innerhalb der eu- ropäischen Volkssprachen zu. Diese G., die auch das Verbreitungsgebiet anderer slawischer Sprach- und Schriftsysteme beschreibt, ist eine der frühesten und wichtigsten Publikationen des slowenisch-protestan- tischen Buchdrucks. Sie gab v.  a. den Übersetzungen religiöser Schriften eine sprachliche Systematik an die Hand. Eine Neuauflage dieser G. wurde 1715 in Ljubljana durch den Kapuzinerpater Hipolit (Hi- politus Novomeški, Adam Gaiger, 1667–1772) besorgt. Hieronymus →  Megiser (1554 od. 55–1619) kann als Verfasser der zweiten slowenischen G. betrachtet werden. Der Anhang Exempla aliquot declinationum et conjugationum zum viersprachigen Wörterbuch Dictio- narium quatuor linguarum (Graz 1592) bietet – in An- lehnung an Bohorič – slowenische Deklinations- und Konjugationsbeispiele. Er enthält darüber hinaus aber auch die entsprechenden Paradigmen für die drei üb- rigen im Wörterbuch behandelten Sprachen (Deutsch, Latein, Italienisch) und ist somit einer der ersten doku- mentierten Versuche einer vergleichenden G. (Ahačič 2007). Eine frühe grammatikalische Darstellung, die im ka- tholischen Kontext entstanden ist, stammt vom italie- nischen Mönch Alasia da Sommaripa (1578–1626) und ist im Anhang von dessen Vocabolario Italiano e Schiavo 1607 in Udine erschienen. Sommaripa greift auf die Schriften von Trubar, Megiser und Dalma- tin zurück, bezieht aber vor allem auch den Sprachge- brauch im slowenischen Küstengebiet ein. 1758 erschien bei Kleinmayr in Klagenfurt/Celovec eine ebenfalls von Bohorič beeinflusste G., welche von Kärntner Jesuiten in deutscher Sprache verfasst worden war. 1768 veröffentlichte Marko →  Pohlin (1735–1801) in Ljubljana seine Kraynska Grammatika, mit der die Akzeptanz durch die Kirchen- oder Landespolitik gefördert und der Gebrauch des Slowenischen in öf- fentlichen religiösen oder politischen Angelegenheiten erreicht werden sollte. Das Slowenische sollte in seinen Ausdrucksformen und Möglichkeiten gefördert und zu einer Sprache der kulturellen, staatlichen und religiösen Belange gemacht werden. Pohlin weist wie Bohorič auf die Verfügung Karls IV. in der →  Goldenen Bulle hin, in welcher dem Adel der Unterricht in der slawi- schen →  Landessprache verordnet wurde (→  Kontinu- ität). Pohlins Argumente zur Affirmation des Slowe- nischen verweisen wie jene Bohoričs auf linguistische, historische, geografische und soziale Gegebenheiten, etymologische Spuren, Abstammungslinien, Größe und Verbreitung der slawischen Sprachen, um das An- sehen der slowenischen Sprache zu steigern. Ähnliche affirmative Herleitungen der historischen, geografi- schen und kulturellen Bedeutung des Slowenischen finden sich in späteren G., etwa bei Oswald →  Guts- mann (1775–1790), Bartholomäus J. →  Kopitar (1780–1844) und Anton →  Janežič (1828–1869).
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Enzyklopädie der slowenischen Kulturgeschichte in Kärnten/Koroška Von den Anfängen bis 1942, Volume 1: A – I
Entnommen aus der FWF-E-Book-Library
Title
Enzyklopädie der slowenischen Kulturgeschichte in Kärnten/Koroška
Subtitle
Von den Anfängen bis 1942
Volume
1: A – I
Authors
Katja Sturm-Schnabl
Bojan-Ilija Schnabl
Publisher
Böhlau Verlag
Location
Wien
Date
2016
Language
German
License
CC BY-NC 3.0
ISBN
978-3-205-79673-2
Size
24.0 x 28.0 cm
Pages
542
Categories
Geographie, Land und Leute
Kunst und Kultur

Table of contents

  1. Geleitwort von Ana Blatnik, Präsidentin des Bundesrates (Juli – Dezember 2014) 7
  2. Spremna besede Ane Blatnik, predsednice državnega sveta (julij – december 2014) 8
  3. Geleitwort von Johannes Koder 9
  4. Vorwort der Herausgeberin und des Herausgebers 11
  5. Einleitung – slowenische Kulturgeschichte in Kärnten/Koroška 15
  6. Alphabetische Liste der AutorenInnen/BeiträgerInnen im vorliegenden Band 38
  7. Verzeichnis der Siglen 40
  8. Verzeichnis der Abkürzungen und Benutzungshinweise 46
  9. Editoriale Hinweise 51
  10. Lemmata Band 1 A – I 55
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