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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild - Das Küstenland, Volume 10
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324 Dampferfahrt in einer recht erfreulichen Weise entwickelt. Gerade diese lvcalen Dampfer haben wieder deutlich die Richtigkeit des Satzes dargethan, daß vorhandene Transport- mittel den Verkehr wachrufen. Es gehörten Ende 1890 dieser Kategorie 47 Dampfer mit 2.800 Tonnen Gehalt an, welche eine Anzahl regelmäßiger Linien unterhalten. Diese Dampfer sind theils das Eigenthum einzelner Rheder, theils kleinerer Gesellschaften. Im Ganzen zählte Ende Jannar 1890 die Dampfermarine 135 Schiffe mit 87.474 Tonnen und 24.317 Pferdekräften. Die Segelschiffahrt weist im selben Zeitpunkt 109 Schiffe weiter Fahrt mit 62.453 Tonnen, 45 Schiffe der großen Küstenfahrt mit 5.636 Tonnen und 1.459 der kleinen Küstensahrt mit 20.479 Tonnen auf, also im Gauzeu 1.620 Schiffe mit 88.568 Tonnen. Daran reihen sich die zahlreichen kleinen Boote, welche als Jollen nnd Lichter in den Häfen Verwendung finden, die Boote für landwirtschaftliche nnd sonstige locale Zwecke, welche aber schon darum für die Schiffahrt Bedeutung haben, weil einerseits auf ihnen der maritime Verkehr in seinen letzten Fäden verläuft und die Seeleute auf denselben nicht selten die erste Bekanntschaft mit dem Element ihres künftigen Berufes machen. Im Ganzen sind aus deu Fahrzeuge» der verschiedenen Kategorien etwa 27.000 Mann bedienstet, wobei noch zu beachten ist, daß eine sehr bedeutende Anzahl unserer Seeleute unter fremder Flagge Verdienst findet, weil sie wegen ihrer fachmännischen Tüchtigkeit und Verläßlichkeit sich eines besonders günstigen Rufes erfreue«. Wenig entwickelt ist das Nachtwesen an unserer Küste, da es namentlich in den wohlhabenden Kreisen des Inlandes an dem regen Interesse sür die See und ihre Reize mangelt und erst in allerjüngster Zeit sich eine etwas regere Theilnahme zeigt. Und doch ist dieser Reiz ein überaus großer für Jeden, der nur einmal verständnißvoll die See, die Mannigfaltigkeit und Majestät ihres Weseus keimen gelernt und an sich selbst erlebt hat, wie auf derselben der Blick weiter, der Sinn freier wird. Auf der See erringt der Mensch Stärke uud Muth, und wer einmal die See verstehen gelernt, den zieht es immer wieder hinaus ans ihre Wellen, ob sie in Hellem Sonnenschein sich spiegeln oder in gewaltiger Bewegung sturmgepeitscht sich aufthürmen. So fesselt auch die See jeue, welche ihrem Dienst sich widmen, trotz Mühen nnd Gefahren und die Geschlechter, welche an ihren Gestaden emporwuchsen, wissen von .Kindheit an, daß in dem salzigen Element die Quelle ihrer Wohlfahrt liegt. Es zieht sie dahin mit unwiderstehlicher Gewalt. Handel, Gewerbe und !5>chissban in Trieft. Das heutige Trieft verdient den Namen einer Handelsstadt im eminentesten Sinn des Wortes, denn ohne seiner intelligenten nnd dem Schönen nnd Guten auf allen Gebieten menschlichen Fortschrittes huldigenden Bevölkerung im geringsten nahe treten zu wollen, kann wohl behauptet werde», daß der Handel die wichtigste Triebkraft des Triester Lebens
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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild Das Küstenland, Volume 10
Title
Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild
Subtitle
Das Küstenland
Volume
10
Editor
Erzherzog Rudolf
Publisher
k.k. Hof- und Staatsdruckerei, Alfred von Hölder
Location
Wien
Date
1891
Language
German
License
PD
Size
15.63 x 22.44 cm
Pages
390
Keywords
Enzyklopädie, Kronländer, Österreich-Ungarn
Categories
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