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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild - Das Küstenland, Volume 10
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352 Weniges ist über den Handel Jstriens zu sagen. Der Import ninfaßt Schisfban- materialien und Gegenstände des Loealbedarfs, der Export die Landesprodnete: Wein, Salz, Öl, Sumach, Brennholz (viel davon nach Italien), frische und eouservirte Fische. Edelkastanien und Lorbeerblätter kommen von der Küste bei Volosca, sehr geschätzte Haselnüsse aus dem Bezirk Rovigno; das Schiffbauholz des Staatsforstes Moutoua ist für die k. und k. Kriegsmarine reservirt. Einen eigenartigen Hausirhandel betreiben viele Tschitscheu. Sie wandern mit Essig, welcher aus geringerem Wein an der Ostküste Jstriens erzeugt wird, weit herum, auch nach Böhmen. Von nicht geringer Bedeutung ist auch die Fremd ein udustrie, welche sich iu neuerer Zeit an der von der Natur so bevorzugten Küste von Volosea-Abbazia-Lovrana entwickelt; sie wird durch eiueu lebhaften Verkehr kleiner Loealdampfer nach Finme gefördert. Regelmäßige Dampferliuieu verbinden sämmtliche Küstenstädte und die Inseln nntereinander, sowie mit Trieft uud Fiume. Die Länge der Staatsbahn Triest-Herpelje, Divaca-Pola mit der Abzweigung Eausanaro-Rovigno beträgt 172, jeue der Südbahn- strecke St. Peter-Fiume, die sich zumeist auf istrischem Boden befindet, 57 Kilometer. Es besteht ein genügendes Straßennetz mit dem Centrum Mitterburg. Besondere Bedeutung für Jstrien haben seine Salinen. Tiefblaues Meer, von weißen Kalkbergen umkränzt, am Strande, hier und da überragt von dunklen Ölbäumen, Reihen weißer Häuschen, welche ein Netz rechtwinklig sich kreuzender Dämme und Kanäle bekrönen — so zeigt sich dem an den Bnchten von Eapodistria und Pirano Vorüber- segelnden der innerste Grund dieser Meereseinschnitte. Ufernahe, seichte Seegründe, insbesondere solche, die durch Flußalluviouen verflacht wurden, bilden dort den Boden der Salinen, welche durch Dämme vor dem Einbruch von Springfluten der See, sowie vor Hochwässern der einmündenden Flüßchen geschützt sind; die Häuser dienen zur Wohnung der Salinenarbeiter. Zu jedem Krystallisationsbeet („Laveäwo") gehören fünf einzelne Felder, welche je füuf Eeutimeter über einander liegen. Bei höchster Flut wird das Seewasser mittels Schleusen in das oberste Feld eingelassen; nachdem die sengenden Strahlen der Sommersonne ihm einen Theil seines Wassergehaltes entzogen haben, wird die so entstandene Soole in das zweite und durch Verdunstung immer mehr uud mehr gesättigt in die folgenden Felder abgeleitet. Auf dem unterste», Laveckino, findet schließlich die Krystallisation statt, bei günstiger Witterung etwa am fünften Tage nach Beginn des Verfahrens. Die bessere Salzqualität ist von weißer, die mindere von grauer Farbe; letztere wird ausschließlich nach Kroatien versendet. Während die Salinenarbeiter das Salz mittelst Besen abkehren, empfangen eigens hergerichtete Rinnen und Grnben den flüssigen Rückstand, die Mntterlange. Aus derselbe» werden in Pirano in einer dem
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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild Das Küstenland, Volume 10
Title
Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild
Subtitle
Das Küstenland
Volume
10
Editor
Erzherzog Rudolf
Publisher
k.k. Hof- und Staatsdruckerei, Alfred von Hölder
Location
Wien
Date
1891
Language
German
License
PD
Size
15.63 x 22.44 cm
Pages
390
Keywords
Enzyklopädie, Kronländer, Österreich-Ungarn
Categories
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