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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild - Ungarn (4), Volume 16
Page - 170 -
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170 Diese Gebäude, die aber nur sehr vereinzelt entstanden, waren hierzulande eigentlich die ersten Herolde der Zeit einer neuen Cultur. Die Reihe beginnt mit Schloß Lackenbach (Lakompak), das der Palatin Nikolaus Esterhazy im Jahre 1618 in einem damals zu Österreich gehörigen Gebietstheile des Ödenbnrger Comitats ausführen ließ. Es war eine viereckige Anlage ohne sortifieatorischen Charakter und stand in einem Thale am Fnße eines niedrigen Hügels. Zn Anfang dieses Jahrhunderts wnrde es durch eine Feuersbrnnst verheert und steht seitdem verlassen. Im Oberstocke der beiden noch ausrechte» Flügel sieht man Sänlengänge sich nach dem Hofe öffne». Schloß Deutsch-Kreuz (Nemet-Kereßtur) im Ödenbnrger Comitat, durch Graf Paul Nadasdy im Jahre 1625 erbaut, ist jetzt gleichfalls fürstlich Efterhäzy'scher Besitz. Das Schloß ist von einem an die Wasserburgen erinnernden Graben umgeben, aber die Anlage als geschlossenes Viereck, die thurmartigen Risalite an den Ecken und die dem Hofe zugewendeten Säuleugänge des Oberstockes geben ihm den Charakter eines modernen Baues. Palatin Nikolaus Esterhazy gestaltete (1637) auch die Burg Forchteusteiu (Frakuö) um. Ferner seien von den umgestalteten Burgen noch Bernstein (Borostyänkö), Csakathnrn (Csaktornya) und Siklös erwähnt. Fürst Paul Esterhazy erbaute im Jahre 1683 an der Stätte, wo die aus dem XIII. Jahrhundert stammende Burg der Grafen von Mattersdors (Nagy-Marton) stand, und zum Theile auf deren Grundfesten Schloß Eisenstadt (Kis-Marton) im Ödenbnrger Coniitat. Der Plan rührte von den Architekten Sebastians Bartoletto und Antonio Carlone her. Für diese hatte im Jahre 1663 der Wiener Architekt Carlo Martino Carlon Bürgschaft übernommen. Es ist ein qnadratisch angeordneter Spät- renaissanceban, die viereckigen Eckrisalite sind ebenso hoch wie die zweistöckigen, durch Pfeiler, welche vom Erdgeschoß bis zum Kranzgesims reichen, gegliederten Flügel des Gebäudes. Trotz mancher späteren Umwandlung hat das Schloß seinen ursprünglichen Charakter bewahrt, sein Äußeres hat einen Zug von Großartigkeit, der auf der richtigen Gliederung und den kraftstrotzenden Formen bernht. Die mit rothem Marmor bekleidete nnd reich mit Gold geschmückte Schloßkapelle wurde durch den Fürsten Panl Anton Esterhazy (1711 bis 1762) erneuert. Zu dieser Zeit war Georg Rafael Donner Bandirector der fürstlichen Familie. Fürst Anton Esterhazy ließ den vor der Südsront befindlichen weiten Platz regnliren und (1793) der Fa^ade gegenüber durch den Wiener Architekten Hericy das Hauptwachgebäude nebst den Stallungen ansführen. Dieser Bau hat zwei Flügel uud au der dem Schlosse zugekehrte» Seite eine toscanische Säulenstellung. Eine theilweise Umgestaltung ließ dann (1805) Fürst Nikolaus Esterhazy nach dem Plane des Architekten Morean vornehmen, und in diesem Znstande
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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild Ungarn (4), Volume 16
Title
Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild
Subtitle
Ungarn (4)
Volume
16
Editor
Erzherzog Rudolf
Publisher
k.k. Hof- und Staatsdruckerei, Alfred von Hölder
Location
Wien
Date
1896
Language
German
License
PD
Size
15.18 x 21.71 cm
Pages
616
Keywords
Enzyklopädie, Kronländer, Österreich-Ungarn
Categories
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