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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild - Ungarn (4), Volume 16
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221 von Egerszeg bis Bänok-Szent-György, im Süden der Väliezka-Bach von Bänok-Szent- György bis Jklöd, im Westen der Kerkaflnß bis Namoeza und von diesem weiter bis Lövö die Grenze des Eisenburger Comitats. Dieses längliche Viereck mit fast geraden Seiten ist etwa 700 Quadratkilometer groß und enthält gegen 90 Dörfer, nebst 30 bis 40 volkreichen Puszteu. Dörfer und Pnszten sind natürlich klein. Der Göesejer ist von dem Sümeger, Kanizsaer oder Plattensee-Magyaren in der Mundart wesentlich verschieden; die Sprechweise, das eigenthümliche Dehnen mancher Sprachlante, auch gewisse Wörter von alterthümlicher, in der Schriftsprache nicht gebräuchlicher Form und Susfigiruug gebe» der Zunge ein eigenes Gepräge. Die absonderlichen Ausdrücke, Einfälle, Sprich- wörter und Sprechmanieren der Göesejer wurden wiederholt gesammelt. Wir gehen nun an die Schilderung des Zalaer Comitats, dessen Gebiet wir zu diesem Zwecke in drei Bezirke theilen. I. v o n der Gstgrenze bis zum Aalasluß. Der östliche Theil des Comitats ist nur ein kleiner eingeklemmter Fortsatz zwischen dem Veßpremer Comitat nördlich und dem Plattensee südlich. Dieser Theil erstreckt sich, von der Puszta Almädi als östlichstem Grenzpnnkt angefangen, in der Länge von etwa 30 und einer Breite von blos 7 bis 10 Kilometer bis Zänka und vom Veßpremer Comitat bis an das Plattensee-Ufer. In den Plattensee springt dieses Gebiet von Süden her mit dem Berge Tihany vor. Der ganze Fortsatz erscheint im Vergleich zu dem hinter ihm liegenden Bakony als Flachland, er ist aber eigentlich eine aus Dolomit- und Kalkstein- schichten bestehende Hochebene von stellenweise lehmigem, durch dünneu Waldhuinns gebräuntem Boden; hie und da ist er von Thälern und engen Schluchten durchrissen und fällt schließlich mit ziemlich steilen Rändern gegen den Plattensee ab. Vom Plattensee aus erblickt man eine Bergkette mit ragenden Gipfeln; vom Veßpremer Comitat her wandert man über ein Plateau, von dessen Höhe die Straßen plötzlich und gleichsam sprungweise zum Seebeckeu niederzntanchen scheinen. DasPlatean ist mit Wald und magerem, steinigem Weidegrund bedeckt; hie und da erscheinen kleine Äcker und die Dörfer Szölös , Pecse l undDörgicse, von Weingärten umgeben. Die dem Plattensee zugewandten Steilhänge waren einst sämmtlich mit Wein bepflanzt und an ihrem Fuße mit Äckern und Wiesen umgürtet, während Röhricht die Seebuchten füllte. Den äußersten Greuzpuukt im Osten bildet der Zalaer Theil der Puszta Almädi; er gehört dem Veßpre'iner Kapitel und einzelnen kleineren Weingartenbesitzern. An Almädi stoßen westlich Felsö- und Alsö-Örs, zwei verhältnißmäßig größere Dörfer, deren Berge einst vortrefflichen Wein gaben. Alsö-Örs beginnt sich als Sommerfrische und Badestation zu entwickeln. Der Ortsname Ors kommt am Plattensee viermal vor. Außer den beiden
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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild Ungarn (4), Volume 16
Title
Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild
Subtitle
Ungarn (4)
Volume
16
Editor
Erzherzog Rudolf
Publisher
k.k. Hof- und Staatsdruckerei, Alfred von Hölder
Location
Wien
Date
1896
Language
German
License
PD
Size
15.18 x 21.71 cm
Pages
616
Keywords
Enzyklopädie, Kronländer, Österreich-Ungarn
Categories
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