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Geschichte der Rumänen, 1. bis 5. Band, Bukarest, 1878 bis 1886", und in rumänischer
Übertragung unter dem Titel: clm istvriea kioimniloi-, 1. Band, Bukarest,
1879*, herausgegeben hat.
Auf belletristischem Gebiete eröffnete den Reigen der begabte Theologiehörer,
Jraklie Porumbesku (geboren 1823, gestorben 1896), der seit dem Jahre 1849 in
verschiedenen Zeitschristen Gedichte veröffentlichte, von denen einige, wie: »kü sint kata <Ze
lioiniii', „^rutrul s. plussul«, „^uäitl colo un dueium resunü" volksthümlich geworden
sind und noch heute gesungen werden. Er schrieb auch mehrere Episoden in Prosa. Ihn
übertrifft an Fruchtbarkeit der Suezawer Gymnasialprofessor Vassile I. Bnmbac, der
schon als Gymnasialschüler seit dem Jahre 1861 in Flug- und Zeitschriften sich durch
verschiedene Gedichte, meist national-patriotischen Inhaltes, bekannt machte, von denen wir
hier insbesondere die Epopöen: ,vraAvsi6u" in zwölf Gesängen (unvollendet), worin er die
Gründung des moldauischen Staates durch Dragosz besingen wollte, dann die ,?iatrs
Lütelel." in achtGesängen, trat!- in zwanzig Gesängen und ,Nioara" in vierGesängen
erwähnen. Auch Virgils Aeneide und einige Oden des Horatius hat er im Originalmetrum
ins Rumänische übersetzt. Sein Bruder, der Czeruowitzer Gymnasialprofessor Jon
I. Bumbac, hat sich ebenfalls als Dichter einen Namen in der Bukowina gemacht; von
seinen vielen pnblicirten Gedichten seien hier in erster Linie das epische Gedicht „I'Iorinta- in
fünf Gesängen und die Ode .^i-boi-sle HabsdurZilvr-, welch letztere in der von I. G. Sbiera
verfaßten biographischen Skizze: prineipsle nostru ereditariü, (üernüut
1881" pnblicirt wurde, erwähnt. Eine außergewöhnliche Dichtergabe besaß der allzufrüh
verstorbene Dumitru Petr ino (1846 bis 1878). Der Tod seiner innigstgeliebten
Gattin, den er in seinen »k'lor! inormlnt/ (1867), beweint, trieb ihn zu einer
pessimistischen Weltanschauung, die ihren Ausdruck in dem Werke: si umbre"
(1870) fand; lesenswerth sind auch seine epischen Gedichte .ktaul- (1875) und »1.a Aura
svdei« (1876). Seine Gedichte gehören durch Schwung, Gedankentiefe und Schönheit
des Ausdruckes zu den schönsten Blüten der rumänischen Lyrik in der Bukowina. Auch des
Pfarrers I. Berariu (1846 bis 1895) poetische Natur gab sich in Gedichten, wie: ,0 nvapte
pe ruimle Zueevsl", ,3ti!pul lui Vockü", ,1.upta cks la Lmlrdan- und in Novellen und
Episoden, wie: »vockiea-, „Oclüul boulm", zc. kund. In anziehenden Erzählungen hat
sich der Gerichtsrath Toader Stefauelli vortheilhaft hervorgethan; so in den Novellen und
humoristischen Skizzen: k'ulAerul-^vas cälul 'I'intilä',,Loinoara Im ?intea",
cüIuFüi-u!", 6racului", ?c. Auch die Frauen Sofiea C. Stefanovici und
Jleana Z. Voronca lieferten kleine Beitrüge zu diesem Literaturzweige.
Auch von Jüngern der alma inawr ^raneisev-^osepliiria Lernautisnsis haben
sich bereits einige auf demselben Gebiete einen geachteten Namen erworben; so zuerst der
Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild
Bukowina, Volume 20
- Title
- Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild
- Subtitle
- Bukowina
- Volume
- 20
- Editor
- Erzherzog Rudolf
- Publisher
- k.k. Hof- und Staatsdruckerei, Alfred von Hölder
- Location
- Wien
- Date
- 1899
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 15.14 x 21.77 cm
- Pages
- 546
- Keywords
- Enzyklopädie, Kronländer, Österreich-Ungarn
- Categories
- Kronprinzenwerk deutsch