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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild - Bukowina, Volume 20
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424 Die massiven Kirchen, welche zumeist ehemaligen Klöstern angehörten, stammen fast alle aus der Zeit vom XIV. bis zum XVII. Jahrhundert; von den wichtigsten derselben mögen vorläufig die Erbauer, sowie die Bauzeit angeführt werden. Abgesehen von der Radantzer Kirche, welche auch in Bezng auf ihren Baustil eine exceptionelle Stelle einnimmt, dürften die Serether Dreifaltigkeitskirche, sowie die Serether Johanneskirche, deren Errichtung die Sage den Wojwoden Sas, beziehungsweise Peter II. um die Mitte, refpective aus der zweiten Hälfte des XIV. Jahrhunderts zuschreibt, die ältesten sein; in ungefähr gleichem Alter steht die bereits erwähnte alte Metropolitan- oder Mirautzer Kirche in Suezawa, welche Fürst Juga erbaut haben soll. Stefan der Große gründete eine bedeutende Anzahl von Gotteshäusern, darunter in der Bukowina die Kirchen in Badeutz (1481), Petroutz bei Suczawa (1487), Woronetz (1488), Wollowctz (1502), Rensseny (1502, von seinem Sohne Bogdan vollendet 1504) und, wie die Sage erzählt, auch St. Jllie. Die Klosterkirche Putua, welche Stefan, wie schon bekannt, als seine Begräbniß- stätte gründete, begann der Wojwode Basil Lupul im zweiten Viertel des XVII. Jahr- hunderts vollständig umzubauen. Sein Nachfolger Stefan XI. Georg vollendete sie; die Einweihung erfolgte indeß erst im Jahre 1662 unter dem Fürsten Enstratie Dabija. Außer diesen Gotteshäusern und den schon früher erwähnten Klosterkirchen sind noch hervorzuheben: die Kirche in Luzau, im XV. Jahrhundert von dem Gutsherrn Th. Vitolt; die in Arbora, als Begräbnißkirche, 1500, von dem Gutsherrn Luka Arbure; die von Parhoutz, 1502, von dem Bojaren Gabriel Trotuszau; die Demetriuskirche in Suczawa, angeblich 1534 von Fürst Johann Peter (Raresz); die Kirche in Zaharestie, 1542 von dem Bojaren Nikoara Chrowicz erbaut; die 1550 von Helena, Gemalin des Peter Raresz, in Suczawa gegrimdete, nun von der griechisch-katholischen Pfarrgemeinde benützte Kirche; die Nikolauskirche in Suczawa, 1611 von Nikolaus Braieskul; die Kirche in Alt-Jtzkany, 1639 von der Nonne Nazaria mit ihrer Tochter Angelina; die von Tvporoutz, von Fürst Miron Mogila; die Kirche zum heiligen Johann dem Täufer in Suczawa, 1643 von Fürst Basil Lupul; die ehemalige Klosterkirche in St. Onnfri endlich, 1672 bis 1673 von Fürst Stefan XIII. Petriczeikn erbaut. Aus dem XVIII. Jahr- hundert schließt sich noch vereinzelt das von dem Klostervorsteher Artemon im Jahre 1767 an Stelle einer bereits bestandenen hölzernen Klosterkirche errichtete Gotteshaus in Horecza an. Von den armenischen Kirchen, welche im Stile mit den griechisch- orientalischen fast identisch sind, haben wir noch die im Jahre 1521 errichtete Kreuzkirche, sowie die des drei Kilometer südwestlich von Suczawa gelegenen, 1593 von Bogdan Donawakowicz gegründeten Frauenklosters in Haczkadar, schließlich die von Dzeron Simeon 1600 gestiftete heilige Simonskirche in Suczawa zu nennen. Alle diese Kirchen, sowie die Kirchen in Rumänien, liegen mit der Hauptapsis, in der sich der steinerne
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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild Bukowina, Volume 20
Title
Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild
Subtitle
Bukowina
Volume
20
Editor
Erzherzog Rudolf
Publisher
k.k. Hof- und Staatsdruckerei, Alfred von Hölder
Location
Wien
Date
1899
Language
German
License
PD
Size
15.14 x 21.77 cm
Pages
546
Keywords
Enzyklopädie, Kronländer, Österreich-Ungarn
Categories
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