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Legenden der Heiligen auf alle Tage des Jahres - Die Herrlichkeit der katholischen Kirche, dargestellt in den Lebensbeschriebungen der Heiligen Gottes, Volume 1
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Page - 661 - in Legenden der Heiligen auf alle Tage des Jahres - Die Herrlichkeit der katholischen Kirche, dargestellt in den Lebensbeschriebungen der Heiligen Gottes, Volume 1

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661 Die heilige Familie von Der heilige Gregorius, und die heilige Nonna. (Am 1, Jänner und am 5. Es ist nicht weniger erbaulich als rührend, eine ganze unter den Heiligen glänzen zu sehen, Aeltern, die den Glanz ihres Glaubens und ihrer Tugend auf die Kinder werfen, und Kinder, die den Ruhm der Herrlichkeit ihrer Acltern erhöhen. Es wäre unschick- lich, die heilige Familie zu Nazianz in' ihrer Lebensbeschreibung von einander zu trennen, da sie im Leben selbst durch Glauben und Liebe nicht weniger enge, als durch die Bande des Blutes verbunden war. Grcgorius, ein Bürger von Nazianz, in Kappadocien, vermählte sich in der ersten Hälfte des vierten Jahrhunderts mit Nonna, welche ebenfalls aus Kappadozien von einem vornehmen Geschlechte abstammte. Er war einer Glaubenssekte zugethan, welche einem aus der jüdischen und aus der heidnischen Religion vermischten Be- kenntnisse huldigte. Nonna war eine Christin, ausgezeichnet durch Erleuchtung des Glaubens nicht weniger, als durch gottseligen Wan- del. Gregorius besaß neben seinen Glaubensirrthümern viele edle Gaben des Herzens. Dadurch erwarb er sich die Liebe und Achtung seiner Mitbürger. Er zeichnete sich ganz vorzüglich aus durch strenge Gerechtigkeit und Klugheit. Ungeachtet er die ansehnlichsten öffentlichen Aemter verwaltete, und die wichtigsten Geschäfte der Stadt führte, vermehrte er doch sein Vermögen nicht, obgleich er das Beispiel solcher vor sich hatte, die vor Begierde brannten, sich immer mehr durch ungerechten Gewinn zu bereichern. Er besaß nicht viele Güter, sondern hatte nur so viel, als er zur anständigen Unterhaltung seiner Familie bedürfte; freute sich aber des Trostes, sie mit Recht zu besitzen, ohne befürchten zu müssen, daß ihm einst die Thränen der Armen den Vorwurf machen könnten, er habe sich bereichert mit ihrem Raube. Allein, alle diese Vorzüge konnten ihn noch nicht angenehm und ganz wohlgefällig in Gottes Augen ma- chen; ., denn ohne den Glauben ist es unmöglich, daß man Gott gefalle." (Hebr. 11, 6.) Nonna glaubte nur halb mit ihrem Gott vereiniget zu seyn, so lange sie sah, daß ihr Mann durch seinen Unglauben von Ihm entfernt war. Sie wendete Alles an, ihn seinen Irrthümern zu entreißen, und für Gott ihn zu gewinnen. Sie zeigte gegen ihn die größte Liebe und Ehrfurcht, und benutzte entgegen die Zuneigung, die er gegen sie trug. Tag und Nacht flehte sie unter Fasten und
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Legenden der Heiligen auf alle Tage des Jahres Die Herrlichkeit der katholischen Kirche, dargestellt in den Lebensbeschriebungen der Heiligen Gottes, Volume 1
Title
Legenden der Heiligen auf alle Tage des Jahres
Subtitle
Die Herrlichkeit der katholischen Kirche, dargestellt in den Lebensbeschriebungen der Heiligen Gottes
Volume
1
Author
Anton Mätzler
Publisher
Landshut Verlag
Location
Wien
Date
1840
Language
German
License
PD
Size
9.8 x 16.9 cm
Pages
900
Keywords
Kirche, Gott, Glaube, Religion
Categories
Geschichte Historische Aufzeichnungen
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