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Lernprozesse über die Lebensspanne - Bildung erforschen, gestalten und nachhaltig fördern
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124 Gemeinden immer weniger Obmänner oder Obfrauen für die Vereinsarbeit ge- winnen. Einzelne Maßnahmen der Aktionslinie 6 scheinen sich im Zusammen- hang mit den hier präsentierten Ergebnissen immer mehr als ein dringender Bedarf zu entpuppen, nämlich: - „Aufwertung von ehrenamtlichem Engagement und Freiwilligenarbeit durch umfassende Anerkennungsverfahren für informell erworbene Fer- tigkeiten und Kompetenzen; - Ausbau der Freiwilligenzentren zu Anlauf- und Informationsstellen für freiwilliges Engagement, als Vermittlungs- und Vernetzungsstellen sowie zur Begleitung von Freiwilligen; - Förderung und Ausbau der Aus- und Weiterbildung für Freiwilligenkoor- dinatorInnen und FreiwilligenmanagerInnen zur Qualitätsentwicklung und -sicherung“ (BMUKK et al. 2011: 35). In soeben genannten erwachsenenpädagogischen Handlungsfeldern bewegen sich vor Ort u.a. die Kärntner Bildungswerke, konfessionelle Bildungswerke und Bildungshäuser sowie die Kärntner Volkshochschulen, die pädagogisch allerdings in geringerem Maße am Gemeinwesen orientiert handeln/wirken (vgl. Kellner 2013). Im Sinne einer erhöhten Sichtbarkeit einer am Gemeinwe- sen orientierten Erwachsenenbildung und von Weiterbildungsangeboten auf kommunaler Ebene tun sich in politischer, institutioneller und wissenschaftli- cher Hinsicht Gestaltungsräume für eine (nationale und regionale) Unterstüt- zung der Gemeinden auf. These 2: Die Region wird zur Bezugsgröße und ersetzt urbane Maßstäbe Die Bürgermeister sprachen in den Interviews offen ihren Unmut aus, wenn es darum ginge, „top-down“ Hinweise zu erhalten bzw. wenn beispielsweise er- wartet wird, dass Maßnahmen und Strategiepapiere lokal greifen. Bildung sei nach deren Einschätzung meist zu elitär, eng oder zu fern von regionalen Be- darfen gesetzt. Die These in Anlehnung an Ulrich Klemm (2013) unter dem Stichwort Mentalitätsstruktur, die besagt, dass die Region zur Bezugsgröße wird und urbane Maßstäbe ersetzt, trifft besonders auf dieses empirische Bei- spiel von regionaler Umsetzung der nationalen Weiterbildungsstrategien in Kärnten zu: Bildungsbedarfsanalysen und entsprechende (Zielgruppen-)Ange- bote, so dokumentieren die Erfahrungsberichte der Bürgermeister, könnten nur im Zusammenspiel aller (regionalen) Interessenvertretungen geschehen. Peter Faulstich und Jana Trumann haben sich 2016 mit dem Thema kritisch ausei- nandergesetzt: „Wie mag eine Brücke zwischen Wissenschaftlichkeit und Verständlichkeit, zwischen Wis- senserzeugung und Lebenserfahrung, zwischen wissenschaftlichem und alltäglichem Lernen
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Lernprozesse über die Lebensspanne Bildung erforschen, gestalten und nachhaltig fördern
Veröffentlicht mit Unterstützung der Fakultät für Kulturwissenschaften der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt
Title
Lernprozesse über die Lebensspanne
Subtitle
Bildung erforschen, gestalten und nachhaltig fördern
Authors
Monika Kastner
Jasmin Donlic
Barbara Hanfstingl
Editor
Elisabeth Jaksche-Hoffman
Date
2019
Language
German
License
CC BY-SA 4.0
ISBN
978-3-8474-1467-4
Size
14.7 x 21.0 cm
Pages
190
Category
Lehrbücher
Web-Books
Library
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