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Rita Perintfalvi | LGBTIQ-Menschen als Zielscheiben rechtspopulistischer und fundamentalistischer Angriffe
werden, wie Judith Butler dies formulierte, âals eingeschrĂ€nkt menschlich
erkannt, und diese Form der eingeschrĂ€nkten Anerkennung fĂŒhrt nicht
zu einem bewĂ€ltigbaren Lebenâ (Butler 2009, 10â11). Dennoch geht es bei
Butlers Kritik nicht um die Auflösung oder Leugnung von Geschlechtlich-
keit, sondern um die Auflösung ihrer EngfĂŒhrung. Sie plaÌdiert also nicht fĂŒr
eine Destruktion, sondern fĂŒr eine Dekonstruktion (vgl. Butler 2013, 67).
Eine aufgeklÀrte Theologie muss im Namen der rechtsstaatlichen pluralen
Demokratie solche theistisch-theokratischen Versuchungen zurĂŒckweisen
und unbedingt auf der Seite der Opfer stehen, wenn es um die Verletzung
der Menschenrechte, um Gewalt und Ungerechtigkeit geht. Im Namen der
universalen Liebe sind christliche Menschen in der Nachfolge Jesu zu mo-
ralischem Widerstand geradezu verpflichtet. Dieser Widerstand soll sich in
einer handelnden SolidaritĂ€t ausdrĂŒcken.
Limina
Grazer theologische Perspektiven, Volume 4:1
- Title
- Limina
- Subtitle
- Grazer theologische Perspektiven
- Volume
- 4:1
- Editor
- Karl Franzens University Graz
- Date
- 2021
- Language
- German
- License
- CC BY 4.0
- Size
- 21.4 x 30.1 cm
- Pages
- 224
- Categories
- Zeitschriften LIMINA - Grazer theologische Perspektiven