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LIMINA - Grazer theologische Perspektiven
Limina - Grazer theologische Perspektiven, Band 4:1
Seite - 174 -
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174 | www.limina-graz.eu Rita Perintfalvi | LGBTIQ-Menschen als Zielscheiben rechtspopulistischer und fundamentalistischer Angriffe werden, wie Judith Butler dies formulierte, „als eingeschränkt menschlich erkannt, und diese Form der eingeschränkten Anerkennung führt nicht zu einem bewältigbaren Leben“ (Butler 2009, 10–11). Dennoch geht es bei Butlers Kritik nicht um die Auflösung oder Leugnung von Geschlechtlich- keit, sondern um die Auflösung ihrer Engführung. Sie plädiert also nicht für eine Destruktion, sondern für eine Dekonstruktion (vgl. Butler 2013, 67). Eine aufgeklärte Theologie muss im Namen der rechtsstaatlichen pluralen Demokratie solche theistisch-theokratischen Versuchungen zurückweisen und unbedingt auf der Seite der Opfer stehen, wenn es um die Verletzung der Menschenrechte, um Gewalt und Ungerechtigkeit geht. Im Namen der universalen Liebe sind christliche Menschen in der Nachfolge Jesu zu mo- ralischem Widerstand geradezu verpflichtet. Dieser Widerstand soll sich in einer handelnden Solidarität ausdrücken.
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Limina Grazer theologische Perspektiven, Band 4:1
Titel
Limina
Untertitel
Grazer theologische Perspektiven
Band
4:1
Herausgeber
Karl Franzens University Graz
Datum
2021
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
Abmessungen
21.4 x 30.1 cm
Seiten
224
Kategorien
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