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Der Filmkomponist Max Steiner - 1888 - 1971
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1.1. Maximilian Raul Walter Steiner 91 Steiner engagierte ein 46-Mann-Orchester fĂŒr die damals schier unglaubliche Summe von 50.000 Dollar. Der Komponist stellte spĂ€ter klar, dass dies seiner Meinung nach eine seiner besten Musiken war. So modern seine KlĂ€nge und Rhythmen und Orches- trierungen fĂŒr diese Musik waren, so unkonventionell und doch ĂŒberzeugend war auch seine Idee, den gesamten ersten Teil, der im New York der DepressionsĂ€ra spielt, gĂ€nzlich ohne Musik zu lassen. Aber ab dem Moment, in dem das Schiff die Insel Skull Island erreicht, ist der Film fast durchgehend bis zum Ende mit Musik versehen. So verstĂ€rkt die Musik noch den Übergang von der RealitĂ€t in die Fantasywelt. Nach acht Wochen Arbeit an der Musik spielte Steiner diese mit dem Orchester ein. Zum Schluss passte Murray Spivak, der sound effect technician, die GerĂ€usche des Films an die Tonhöhe der Musik an. Die IntensitĂ€t der Musik half ĂŒber die doch recht einfache Tricktechnik hin- weg und die Premiere am 2. MĂ€rz 1933 war ein großer Erfolg. Zwar hat der Techniker Willis O'Brien mit seiner Stop-Motion-Technik in dem Film MaßstĂ€be gesetzt. FĂŒr die emotionale Wirkung dieser phantastischen Geschichte auf das Publikum war allerdings die Musik unerlĂ€sslich — sonst hĂ€tte Cooper niemals insistiert, dass ein Filmkomponist völlig freie Hand und ein unbegrenztes Budget erhĂ€lt. Zum ersten Mal wurde ein Film in einer Stadt in zwei Filmtheatern gleichzeitig eröff- net. Zum einen war dies im RKO Roxy Theatre im New Yorker Rockefeiler Center, zum anderen in der Radio City Music Hall. Immerhin hatten beide Filmtheater zusammen- genommen eine KapazitĂ€t von fast 10.000 SitzplĂ€tzen. Ein Artikel in einer New Yorker Zeitung stellte fest, dass der Film zu Zeiten der allgemeinen wirtschaftlichen Depression sĂ€mtliche Besucherrekorde gebrochen hatte. „No money! Yet New York dug up $ 89,931 in 4 days (March 2,3,4,5) to see KING KONG at Radio City, setting a new all-time world's record for attendance at any indoor attraction."1*7 In seiner ersten Laufzeit spielte der Film etwa zwei Millionen Dollar ein. Der Film be- wahrte die Produktionsfirma RKO vor dem Bankrott. Einen maßgeblichen Anteil an diesem Erfolg hatte auch die Musik und Max Steiner etablierte damit endgĂŒltig die sym- phonische Filmmusik. Am 3. April 1933 bewarb sich Steiner bei der American Society ofComposers andPubli- shers (ASCAP). Die ASCAP wurde 1914 u. a. von Victor Herbert (1859-1924) gegrĂŒndet. Im Oktober 1933 nahm sie Steiner als nicht teilnahmeberechtigtes Mitglied auf. Wenn er auch mit dem 18. Januar 1935 als offizielles Mitglied gefĂŒhrt wurde, so legt doch der 157 Zit. in: Paul A. Woods (Hrsg.): KingKong Cometh. Plexus Publishing Ltd. London, 2005. S.
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Der Filmkomponist Max Steiner 1888 - 1971
Entnommen aus der FWF-E-Book-Library
Title
Der Filmkomponist Max Steiner
Subtitle
1888 - 1971
Author
Peter Wegele
Location
Wien
Date
2012
Language
German
License
CC BY-NC-ND 3.0
Size
17.0 x 24.0 cm
Pages
302
Keywords
Film Music, Biography, Cinema, Musical science, Musicology, History of Music
Category
Biographien
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Der Filmkomponist Max Steiner