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Menschenrechte und Gerechtigkeit als bleibende Aufgaben - Beiträge aus Religion, Theologie, Ethik, Recht und Wirtschaft
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© 2020, Vandenhoeck & Ruprecht GmbH & Co. KG, Göttingen ISBN Print: 9783847111658 – ISBN E-Lib: 9783737011655 schenopfer.EinandererMythos,denmandemGenreder„Migrationsmythen“ zuweisenkann,erzählt,dassOdFdfflw/einmekkanischerPrinzgewesensei,der, wegen Abfalls vommuslimischen Glauben ausMekka vertrieben, in If8 sein Königreichgegründethabe.DieserMythosverbindetdieEntstehungderYorFb# StadtkulturmitdemIslam.49Zwischen ihmunddenMythen,diedieLegitima- tionvonKönigenderYorFb#-Reiche aus einerAbstammung aus If8herleiten, besteht eineÄhnlichkeit: Man gibt sich eine Herkunft aus einer etablierten fremdenDynastie.50Wir finden das auch bei den Königen vonMali: Dessen ersterHerrscher, Barmandana, wurdeMuslim,51 als Reichsgründer gilt in den oralen Traditionen aber Sundiata (Sun-Djat ˙ a),52 der von Lawalo abstammen sollte, einemSohn (oderEnkelsohn) vonBilal, demerstenMuezzindes Islam, einem freigelassenen schwarzen Sklaven.53Damit gabman sich eine Abstam- mung,diedieHerrschaftmitdemProphetenverbundenhat.54 Zügeeiner„Migrationsmythe“weistauchderGründungsmythosdesAnfang des17. Jahrhunderts inAbomeyetabliertenFon-KönigreichesDahomeyauf.Er führtdieAbstammungderköniglichenFamilie55aufeinePrinzessinmitNamen Aligbononzurück,diemiteinemLeopardenBeischlafhatte,worausAgasu,der tOhwiyo56desClans, hervorgegangen sei.57DerÜberlieferung zufolge hat sich 49 BeiSamuelJohnson,TheHistoryoftheYorubas.FromtheEarliestTimestotheBeginningof theBritishProtectorate,London1921, stammtOdffldFw/vondemausMekkavertriebenen Lamuruduab. 50 MacGaffey,Kingship, S. 325,nennt eine InterpretationdieserArtvonAbstammungserzäh- lungen,wonachdiesedieFremdheit/Abgehobenheit desKönigsvomVolkbetonensollten. 51 IbnKhaldu¯n (1332–1406) nennt ihn als erstenKönig vonMali (Nehemiah Levtzion / Jay Spaulding (Hg.),MedievalWestAfrica.Views fromArabScholars andMerchants, 3.Aufl., Princeton,NJ2011,S. 90); s.a.BasilDavidson,AHistoryofWestAfrica1000–1800.London 1977, S. 48–49(dort~1050alsRegierungszeit). 52 Bei Ibn Khaldu¯n (1332–1406) „Mari-(D)jat ˙ a“ (Levtzion / Spaulding, Medieval, S. 90); zu dessen Identität mit Sun-Djat ˙ a vgl. Nehemia Levtzion, The Thirteenth- and Fourteenth- CenturyKingsofMali, in:The Journal ofAfricanHistory4/1963, S. 341–353, hier: S. 343; Ebd., S. 353Regierungszeit Sun-Djat ˙ as1230–1255. 53 Vgl.DavidRobinson,MuslimSocieties inAfricanHistories,Cambridgee.a.2004,S. 54–55; vgl.DavidC.Conrad,IslamintheOralTraditionsofMali.BilaliandSurakata,in:TheJournal ofAfricanHistory26/1985,S. 33–49,hier: S. 35–39. 54 Conrad, Islam,S. 25,nenntalseininWestafrikawichtiges islamischesIdeal„thenotionthat directancestral linkstotheProphet[…]were[…]sourcesofprestige,andgenealogies[…] weremanipulatedaccordingly“. 55 „Alladohonu“(LeuteausAllada),meint spezielldieköniglicheFamilieDahomeys(EdnaG. Bay, Wives of the Leopard. Gender, Politics and Culture in the Kingdom of Dahomey. Charlottesville-London1998,S. 353). 56 Der tOhwiyo ist imDenkender Fonder Stammvater einesClans (Robin Law,History and Legitimacy.Aspectsof theUseof thePast inPrecolonialDahomey, in:History inAfrica15/ 1988,S. 431–456,hier:S. 434).NachMercier istderClanGrundlagedessozialenLebensder Fon.DessenMitglieder teileneingemeinsamesWesenundübendenselbenKult ihres tOh- wiyoaus(PaulMercier,TheFonofDahomey,in:DaryllForde(Hg.),AfricanWorlds.Studies DemokratieundsakralesKönigtum 247 Open-Access-Publikation im Sinne der CC-Lizenz BY 4.0
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Menschenrechte und Gerechtigkeit als bleibende Aufgaben Beiträge aus Religion, Theologie, Ethik, Recht und Wirtschaft
Title
Menschenrechte und Gerechtigkeit als bleibende Aufgaben
Subtitle
Beiträge aus Religion, Theologie, Ethik, Recht und Wirtschaft
Authors
Irene Klissenbauer
Franz Gassner
Petra Steinmair-Pösel
Editor
Peter G. Kirchschläger
Publisher
Vandenhoeck & Ruprecht GmbH & Co
Location
Wien
Date
2020
Language
German
License
CC BY 4.0
ISBN
978-3-7370-1165-5
Size
15.5 x 23.2 cm
Pages
722
Category
Recht und Politik
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