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Menschenrechte und Gerechtigkeit als bleibende Aufgaben - Beiträge aus Religion, Theologie, Ethik, Recht und Wirtschaft
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© 2020, Vandenhoeck & Ruprecht GmbH & Co. KG, Göttingen ISBN Print: 9783847111658 – ISBN E-Lib: 9783737011655 Gestaltungsnotwendigkeit zu sehen, zugleichaber auch,dieseProzesse aufdas GanzederWirtschaft unddarüberhinaus auf dasGanzedesMenschen zube- ziehen, um daraus Gestaltbarkeit, die auf denMenschen bezogen ist, zu ge- winnen. Ineiner absolutenAutonomiedesBereichesWirtschaftmuss sichder MenschandiewirtschaftlichenGegebenheitenanpassen.InderRelationaufden Menschenhin inder relativenAutonomie findet aberbeispielsweisedieFrage, wie wir arbeitenwollen, eine Einbindung in die Frage, wie wir lebenwollen. Bereichsethiken sind deswegen angesichts einer Entwicklung, diemit dem Schlagwort „Viele Ethiken, keineMoral“2 charakterisiertwerdenkann, immer auch indenBezugdesGanzenzustellen.HierkommtdaszumVorschein,was FerdinandW.Menneals „transitorischeEthik“ fasst,wenner schreibt: „Gegenüberallenregionalenbzw.sektoriellenWertsystemen, indenensichmehroder minderverhüllteInteressenformulieren,könnteeszurgenerellenAufgabewerden,das Ganze ethisch als Perspektive zu erhalten;man könnte auch sagen (ohne damit in- haltlichvielgesagtzuhaben):dasInteresseamMenschen(=anallenMenschen),derin komplexenLebensverhältnissenexistiert, gegenWiderständewachzuhalten“3. Dasheißt nunnicht, dass Ethik sich anmaßendarf, dasGanze zubestimmen, sondernesgehtdarum,denBlickaufdasGanzeoffenzuhalten. 2. InteresseundReduktionderKomplexität ZweiPunktenurwill ich imAnschlussandasZitatvonMenneansprechen:die FormungderGesellschaftüber InteressenunddieReduktionderKomplexität überBetonungderSachgesetzlichkeitenmitAusschlussdessen,wasnichtdiesen Sachgesetzlichkeiten folgt. Zur Interessensorientierung:Menschliches Gestalten findet Antrieb in den Interessen, die Bedürfnissen folgen. Dieser Interessensgebundenheit auch als AusdruckmenschlicherNaturverhaftetheitgiltesgerechtzuwerden.Interessen alsArtikulationpartiellerBedürfnissedürfenabernichtabsolutgesetztwerden, denndiesenpartiellenInteressenfehltoftderBezugaufdas,wasderMenschals Ganzes sein könnte. DenBedürfnissenwie den Interessen fehlt in ihrer Parti- kularität, die ihnen notwendigerweise innewohnt, dieMöglichkeit der Reprä- sentanzdesGanzen.Das hatAuswirkungen auf eine von Interessensdurchset- zunggeprägteGesellschaft. 2 Gerhard Zecha, Viele Ethiken und keine Moral. Zur Problematik des wissenschaftlichen Werterelativismus, in: PaulWeingartner (Hg.),Die eineEthik inder pluralistischenGesell- schaft, Innsbruck1978,S. 157–182. 3 FerdinandW.Menne,WertsystemeundRealität. SoziologischeStichworte, in:AnselmHertz (Hg.),Moral,Mainz1972,S. 34–59,hier: S. 58. LeopoldNeuhold588 Open-Access-Publikation im Sinne der CC-Lizenz BY 4.0
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Menschenrechte und Gerechtigkeit als bleibende Aufgaben Beiträge aus Religion, Theologie, Ethik, Recht und Wirtschaft
Title
Menschenrechte und Gerechtigkeit als bleibende Aufgaben
Subtitle
Beiträge aus Religion, Theologie, Ethik, Recht und Wirtschaft
Authors
Irene Klissenbauer
Franz Gassner
Petra Steinmair-Pösel
Editor
Peter G. Kirchschläger
Publisher
Vandenhoeck & Ruprecht GmbH & Co
Location
Wien
Date
2020
Language
German
License
CC BY 4.0
ISBN
978-3-7370-1165-5
Size
15.5 x 23.2 cm
Pages
722
Category
Recht und Politik
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