Web-Books
im Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Recht und Politik
Menschenrechte und Gerechtigkeit als bleibende Aufgaben - Beiträge aus Religion, Theologie, Ethik, Recht und Wirtschaft
Seite - 588 -
  • Benutzer
  • Version
    • Vollversion
    • Textversion
  • Sprache
    • Deutsch
    • English - Englisch

Seite - 588 - in Menschenrechte und Gerechtigkeit als bleibende Aufgaben - Beiträge aus Religion, Theologie, Ethik, Recht und Wirtschaft

Bild der Seite - 588 -

Bild der Seite - 588 - in Menschenrechte und Gerechtigkeit als bleibende Aufgaben - Beiträge aus Religion, Theologie, Ethik, Recht und Wirtschaft

Text der Seite - 588 -

© 2020, Vandenhoeck & Ruprecht GmbH & Co. KG, Göttingen ISBN Print: 9783847111658 – ISBN E-Lib: 9783737011655 Gestaltungsnotwendigkeit zu sehen, zugleichaber auch,dieseProzesse aufdas GanzederWirtschaft unddarüberhinaus auf dasGanzedesMenschen zube- ziehen, um daraus Gestaltbarkeit, die auf denMenschen bezogen ist, zu ge- winnen. Ineiner absolutenAutonomiedesBereichesWirtschaftmuss sichder MenschandiewirtschaftlichenGegebenheitenanpassen.InderRelationaufden Menschenhin inder relativenAutonomie findet aberbeispielsweisedieFrage, wie wir arbeitenwollen, eine Einbindung in die Frage, wie wir lebenwollen. Bereichsethiken sind deswegen angesichts einer Entwicklung, diemit dem Schlagwort „Viele Ethiken, keineMoral“2 charakterisiertwerdenkann, immer auch indenBezugdesGanzenzustellen.HierkommtdaszumVorschein,was FerdinandW.Menneals „transitorischeEthik“ fasst,wenner schreibt: „Gegenüberallenregionalenbzw.sektoriellenWertsystemen, indenensichmehroder minderverhüllteInteressenformulieren,könnteeszurgenerellenAufgabewerden,das Ganze ethisch als Perspektive zu erhalten;man könnte auch sagen (ohne damit in- haltlichvielgesagtzuhaben):dasInteresseamMenschen(=anallenMenschen),derin komplexenLebensverhältnissenexistiert, gegenWiderständewachzuhalten“3. Dasheißt nunnicht, dass Ethik sich anmaßendarf, dasGanze zubestimmen, sondernesgehtdarum,denBlickaufdasGanzeoffenzuhalten. 2. InteresseundReduktionderKomplexität ZweiPunktenurwill ich imAnschlussandasZitatvonMenneansprechen:die FormungderGesellschaftüber InteressenunddieReduktionderKomplexität überBetonungderSachgesetzlichkeitenmitAusschlussdessen,wasnichtdiesen Sachgesetzlichkeiten folgt. Zur Interessensorientierung:Menschliches Gestalten findet Antrieb in den Interessen, die Bedürfnissen folgen. Dieser Interessensgebundenheit auch als AusdruckmenschlicherNaturverhaftetheitgiltesgerechtzuwerden.Interessen alsArtikulationpartiellerBedürfnissedürfenabernichtabsolutgesetztwerden, denndiesenpartiellenInteressenfehltoftderBezugaufdas,wasderMenschals Ganzes sein könnte. DenBedürfnissenwie den Interessen fehlt in ihrer Parti- kularität, die ihnen notwendigerweise innewohnt, dieMöglichkeit der Reprä- sentanzdesGanzen.Das hatAuswirkungen auf eine von Interessensdurchset- zunggeprägteGesellschaft. 2 Gerhard Zecha, Viele Ethiken und keine Moral. Zur Problematik des wissenschaftlichen Werterelativismus, in: PaulWeingartner (Hg.),Die eineEthik inder pluralistischenGesell- schaft, Innsbruck1978,S. 157–182. 3 FerdinandW.Menne,WertsystemeundRealität. SoziologischeStichworte, in:AnselmHertz (Hg.),Moral,Mainz1972,S. 34–59,hier: S. 58. LeopoldNeuhold588 Open-Access-Publikation im Sinne der CC-Lizenz BY 4.0
zurück zum  Buch Menschenrechte und Gerechtigkeit als bleibende Aufgaben - Beiträge aus Religion, Theologie, Ethik, Recht und Wirtschaft"
Menschenrechte und Gerechtigkeit als bleibende Aufgaben Beiträge aus Religion, Theologie, Ethik, Recht und Wirtschaft
Titel
Menschenrechte und Gerechtigkeit als bleibende Aufgaben
Untertitel
Beiträge aus Religion, Theologie, Ethik, Recht und Wirtschaft
Autoren
Irene Klissenbauer
Franz Gassner
Petra Steinmair-Pösel
Herausgeber
Peter G. Kirchschläger
Verlag
Vandenhoeck & Ruprecht GmbH & Co
Ort
Wien
Datum
2020
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-7370-1165-5
Abmessungen
15.5 x 23.2 cm
Seiten
722
Kategorie
Recht und Politik
Web-Books
Bibliothek
Datenschutz
Impressum
Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Menschenrechte und Gerechtigkeit als bleibende Aufgaben