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Menschenrechte und Gerechtigkeit als bleibende Aufgaben - BeitrÀge aus Religion, Theologie, Ethik, Recht und Wirtschaft
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© 2020, Vandenhoeck & Ruprecht GmbH & Co. KG, Göttingen ISBN Print: 9783847111658 – ISBN E-Lib: 9783737011655 „Wenn die Logik desMarktes und die Logik des Staatesmit gegenseitigemEinver- stĂ€ndnis auf demMonopol ihrer jeweiligen Einflussbereiche beharren, gehen lang- fristigdieSolidaritĂ€t indenBeziehungenzwischendenBĂŒrgern,dieAnteilnahmeund die Beteiligung sowie die unentgeltlicheTĂ€tigkeit verloren.Diese unterscheiden sich vom,Geben,umzuhaben‘,dasdieLogikdesTauschesausmacht,undvom,Gebenaus Pflicht‘, das fĂŒr die öffentlichen Verhaltensweisen gilt, die durch staatliche Gesetze auferlegt werden. DieÜberwindung der Unterentwicklung erfordert ein Eingreifen nichtnurzurVerbesserungderaufGĂŒtertauschberuhendenTransaktionen,nichtnur imBereichderLeistungenderöffentlichenHilfseinrichtungen,sondernvorallemeine fortschreitendeOffenheitaufweltweiterEbene fĂŒrwirtschaftlicheTĂ€tigkeiten,die sich durcheinenAnteilvonUnentgeltlichkeitundGemeinschaftauszeichnen.Dieexklusive KombinationMarkt-Staat zersetzt denGemeinschaftssinn.DieFormensolidarischen Wirtschaftslebens hingegen, die ihren fruchtbarsten Boden im Bereich der Zivilge- sellschaft finden, ohne sich auf diese zu beschrĂ€nken, schaffen SolidaritĂ€t. Es gibt keinenMarktderUnentgeltlichkeit,undeineHaltungderUnentgeltlichkeitkannnicht perGesetzverordnetwerden.DennochbrauchensowohlderMarktalsauchdiePolitik Menschen,diezurHingabeaneinanderbereit sind.“ (Nr. 39) Es geht alsowieder umdieMenschen, die als in derWirtschaft TĂ€tige diesen Moment derUnentgeltlichkeit einbringen. Ihnenmuss dazu in denUnterneh- menderPlatzgeschaffenwerden. 5. EthikalsEröffnenvonPerspektiven inheutigerWirtschaft InBezugaufdieWirtschaftbedeutetdas,Wirtschaft inPerspektivenzustellen. Diese sollenmit Imperativenkurzangedeutetwerden. Wirtschaftewirtschaftsgerecht! Dieser Imperativ zielt darauf ab, Sachgesetzlichkeiten derWirtschaft zu be- achten.InderAchtungderrelativenAutonomiederirdischenWirklichkeitenist esnotwendig,denSachbereichWirtschaft inder„NaturderSache“zugestalten. Hier ist das Prinzip der ausreichenden Sachkenntnis7 angesprochen. Es gilt beispielsweise,dieRegelmĂ€ĂŸigkeitenvonAngebotundNachfragezubeachten, realitĂ€tsgemĂ€ĂŸe Schritte inBezug aufUmgangmitKnappheiten oderArbeits- marktgesetzmĂ€ĂŸigkeiten indasHandelneinzubeziehen. Es gibt jedoch nicht dieWirtschaft, die unabhĂ€ngig von gesellschaftlichen und Umweltbedingungen nur so und nicht anders gestaltet werden könnte, obwohlmandiesmitdemsogenanntenTINA(There isnoalternative)-Prinzip 7 Vgl. dazu:Wolfgang Schmitz,Das Prinzip der ausreichenden Sachkenntnis.Voraussetzung fĂŒrdiegesellschaftgestaltendeKraftderKirche, in:GesellschaftundPolitik28/4/1992,S. 17– 19. LeopoldNeuhold596 Open-Access-Publikation im Sinne der CC-Lizenz BY 4.0
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Menschenrechte und Gerechtigkeit als bleibende Aufgaben BeitrÀge aus Religion, Theologie, Ethik, Recht und Wirtschaft
Title
Menschenrechte und Gerechtigkeit als bleibende Aufgaben
Subtitle
BeitrÀge aus Religion, Theologie, Ethik, Recht und Wirtschaft
Authors
Irene Klissenbauer
Franz Gassner
Petra Steinmair-Pösel
Editor
Peter G. KirchschlÀger
Publisher
Vandenhoeck & Ruprecht GmbH & Co
Location
Wien
Date
2020
Language
German
License
CC BY 4.0
ISBN
978-3-7370-1165-5
Size
15.5 x 23.2 cm
Pages
722
Category
Recht und Politik
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