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Forschungsmethodik 134
Person-environment (PE) fit theory
Der aus der Arbeits- und Organisationspsychologie stammende Begriff des ‚person-
environment (PE) fit‘ bezeichnet einen Zustand der die Kompatibilität zwischen Individuum und
Arbeitsumgebung sowie dessen Übereinstimmung (im Sinne von Passung) beschreibt. Dabei
wird von der Vorstellung ausgegangen, dass Menschen mit bestimmten Arbeitsbedingungen
unterschiedlich verträglich sind. (Kristof-Brown und Guay, 2011)
Die hohen Ansprüche an die Theorie umfassen aus Sicht der Autoren Kristof-Brown und Guay
(2011) eine breite Palette von spezifischen Konzepten und setzen sich zusammen aus einer
möglichen Übereinstimmung zwischen
persönlichen Interessen und beruflichen Merkmalen,
individuellen Werten und Organisationskulturen,
individuellen Präferenzen und organisatorischen Systemen,
individuellen Kenntnissen („knowledge“), Fähigkeiten („skills“) und Fähigkeiten
(„abilities“) (KSAs) und den Anforderungen eines Jobs,
individuellen Bedürfnissen und einer Bedarfsbefriedigung in der Arbeit,
ähnlichen Zielen und einer persönlichen Kompatibilität zwischen den Individuen und
ihren Vorgesetzten oder Kollegen;
Daher ist aus Unternehmenssicht sicherzustellen, „daß [sic] die Arbeitsanforderungen der
einzelnen Stellen mit den Erwartungen, Fähigkeiten und Fertigkeiten sowie weiteren
Merkmalen des jeweiligen Stelleninhabers übereinstimmen und der Stelleninhaber auch
künftigen Aufgaben gewachsen ist.“ (Bisani, 1995)
Forschung im Bereich person-environment fit geht davon aus, dass je höher die Kompatibilität
zwischen den individuellen Einstellungen, Kenntnissen, Fähigkeiten und der Persönlichkeit
eines Menschen sei, desto höher sei seine Zufriedenheit im Beruf und auch seine Leistung
(Markman und Baron, 2003).
Dies führt einerseits aus Sicht eines/einer Beschäftigten zur Frage nach dem „Output“ aus
dem Job und aus Sicht des Unternehmens nach den notwendigen Anstrengungen um den/die
Angestellte/n im Unternehmen zu halten (Abgleich zwischen „need“ und „supply“).
Andererseits führt ein möglicher Abgleich zwischen „demand“ und „abilities“ zu einer Frage
nach den Anforderungen an den Job durch den/die Beschäftigte/n und zu einer Frage nach
den Anforderungen an den/die Beschäftigte/n durch den Arbeitgeber. (Caplan, 1987)
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Motive und unternehmerische Kompetenzen von GründerInnen technologie-orientierter Unternehmen
Techno- und sozioökonomisch orientierte Betriebswirtschaft
- Title
- Motive und unternehmerische Kompetenzen von GründerInnen technologie-orientierter Unternehmen
- Author
- Julia Soos
- Editor
- Ulrich Bauer
- Publisher
- Verlag der Technischen Universität Graz
- Location
- Graz
- Date
- 2017
- Language
- German
- License
- CC BY-NC 4.0
- ISBN
- 978-3-85125-517-1
- Size
- 15.5 x 22.5 cm
- Pages
- 282
- Keywords
- Technologie, Unternehmensgründung, Wissen, Kompetenz
- Categories
- Universitäten und Institutionen TU Graz, Berichte